| Kontaktdaten: Diakonisches Werk im Jerichower Land e. V. Grünstr. 1b 39288 Burg Tel: 03921-9769965 Email: www.stadt-burg.de www.diakonie-jerichowerland.de/ diakonie_jerichower-land_vielfalt_tut_gut.html |
Fördergebiet: Stadt Burg mit Problemregionen im Landkreis, die direkte Auswirkungen auf das Stadtgebiet Burg haben Größe: 159 qkm Einwohnerzahl: 24.265 Förderzeitraum: 08/2007-12/2010 |
Leitziele:
Die Ziele des Lokalen Aktionsplans umfassen:
Sensibilisierung und Bewusstseinsbildung für gesellschaftliche Probleme und Konflikte sowie Motivation und Mobilisierung von bürgerschaftlichem Engagement und Zivilcourage. Das Lokale Aktionsplan soll ebenso zur Schaffung von Möglichkeiten und Orten beitragen, an denen interkultureller Dialog und Vielfalt als Bereicherung gelebt werden können.
Handlungskonzept:
Um die Bürgerinnen und Bürger für gesellschaftliche Probleme und Konflikte zu sensibilisieren, wird die externe Koordinierungsstelle des LAP zahlreiche Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit durchführen. Sie werden durch die Informations- und Beratungsangebote, Projektwerkstätten zur Projektentwicklung, Trägerkonferenzen zum Informationsaustausch und Vernetzung sowie Workshops zu den Themen des Bundesprogramms ergänzt. Auch die konkreten Projekte z. B. sport- und erlebnispädagogische Angebote für rechtsaffine männliche Jugendliche sowie öffentliche Veranstaltungen wie "Interkulturelle Woche", "Filmvielfalt tut gut" u. a. werden zur Bewusstseinsbildung für Vielfalt und Toleranz, beitragen.
Zur Förderung von bürgerschaftlichem Engagement und Zivilcourage in Burg, werden längerfristig angelegte Vernetzungsprojekte "Integrationslotsen" (mit Migrantinnen und Migranten als Hauptzielgruppe) und "Freiwilligenagentur" implementiert. Ebenso zielgruppenspezifische Einzelprojekte sollen ihren Beitrag zur Mobilisierung der Bürgerinnen und Bürger, vor allem der Jugendlichen, beitragen.
Der interkulturelle Austausch wird auch weiterhin verstärkt gefördert. Es heißt, Möglichkeiten und Orte zu schaffen, an denen interkultureller Dialog und Vielfalt als Bereicherung gelebt werden können. An dieser Stelle kommen vor allem regelmäßige Angebote, die Menschen aus verschiedenen Kulturen zusammen bringen, zum Einsatz: "Kinderklub International", ALSO - freizeitpädagogisches Antigewaltprogramm für Jugendliche, "Interkulturelles Kochen". Der Aufbau einer interkulturellen Begegnungsstätte wird in diesem Zusammenhang auch angestrebt. Durch direkte pädagogisch gestaltete Begegnungen mit Migrantinnen und Migranten wird die Förderung der interkulturellen Kompetenzen der Kinder- und Jugendlichen ermöglicht.
Zielgruppen:
Der LAP Burg strebt an, vielfältige Zielgruppen zu erreichen.
Eine der wichtigsten Zielgruppen bilden Jugendliche generell. Es bedeutet sie zu den Themen des Bundesprogramms zu sensibilisieren, ihre interkulturellen Kompetenzen zu stärken und ihr Interesse und Engagement in diesem Bereich zu wecken. Sie werden vor allem durch die Verbände, Bildungseinrichtungen, Streetwork und Partner der offenen Jugendarbeit erreicht.
Kinder und jüngere Jugendliche bilden eine ebenso wichtige Zielgruppe, da sie neugierig und offen für die Themen des Bundesprogramms sind. Vor allem die Kinder aus den Familien mit Migrationshintergrund oder sozial benachteiligten Gesellschaftsgruppen werden angesprochen, um der Bildung von Stereotypen oder rechtsextremistischen Denkweisen entgegen zu wirken. Zu diesem Zweck werden für· männliche Jugendliche, im Alter von 16-25 Jahren, aus bildungsfernen Milieus mit Affinität zur Fremdenfeindlichkeit, spezielle Projekte, mit Einbeziehung der Sportpädagogik konzipiert.
Der LAP strebt auch an, Migrantinnen und Migranten in das gesellschaftliche Leben in Burg stärker einzubeziehen. Diese Zielgruppe setzt sich zum einen aus bleibeberechtigten Migrantinnen und Migranten mit einem sicheren Aufenthaltsstatus (anerkannte Flüchtlinge z. B. aus Syrien, Irak, Türkei, Angola), ehemaligen Gastarbeiterinnen und -arbeitern (Vietnam), Spätaussiedlerinnen und -aussiedlern, jüdischen Kontingentflüchtlingen (aus den GUS-Staaten) sowie ausländischen Partnern und Kindern aus bikulturellen Ehen und zum anderen aus den abgelehnten Asylbewerberinnen und -bewerbern mit Duldungsstatus zusammen. Entsprechend unterschiedlichen Bedürfnissen der Migrantinnen und Migranten werden die Angebote mit kulturellen, gesellschaftspolitischen oder sozialen Schwerpunkten konzipiert.
Zur Umsetzung der LAP Ziele ist es zudem wichtig, Multiplikatorinnen und Multiplikatoren anzusprechen. Darunter werden hauptamtliche und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Projektträger verstanden. Sensibilisierung, Motivierung, Mobilisierung, Informationsaustausch und Vernetzung sind die inhaltlichen Schwerpunkte der LAP-Aktivitäten für diese Zielgruppe.
Die Einbeziehung von Eltern, Erzieherinnen und Erziehern, Lehrerinnen und Lehrern sowie Sozialpädagoginnen und -pädagogen in die Projekte des LAPs ist ebenso angestrebt, bildet aber keinen inhaltlichen Schwerpunkt.
Die Aktivierung und Sensibilisierung der "lokal einflussreichen und deutungsmächtigen Akteursgruppen" - Kirchenverbände, Projektträger, gemeinnützige Organisationen und Verwaltungen - bildet die Querschnittsaufgabe des LAP.
Zusammensetzung des Begleitausschusses:
Der Begleitausschuss setzt sich zusammen aus Vertreterinnen und Vertretern der Stadt Burg (mit Beteiligung vom Kultur- und Bürgeramt, Ordnungsamt, Kultur- und Sozialausschuss), des Stadtelternrates, des Polizeireviers Jerichower Land, des evangelischen Kirchenkreises Elbe-Fläming, der berufsbildenden Schulen, des Regionalen Beratungsteams gegen Rechtsextremismus RBT Nord, des Kreissportbundes Jerichower Land e. V., des Kabaretts CAT-Stairs, des Vereins Burger Freundschaftskreis e. V., des Jugendrotkreuzes im Jerichower Land, des Kinder- und Jugendforums der Stadt Burg sowie der Vertreterinnen und Vertreter von Migrantinnen und Migranten. Des Weiteren wirken auch der Vorstand für Personal, Recht und Ordnung sowie die Leiterin der Stabsstelle Integrationskoordination des Landkreises Jerichower Land im Begleitausschuss mit.