| Kontaktdaten: LKJ Thüringen e. V. Marktstr. 6 99084 Erfurt Tel: 0361-5623306 Email: www.lkjthueringen.de cms.lkjthueringen.de/ index.php?option=com_content&view=article&id=84&Itemid=81 |
Durchführung: Durchführungsort/e: Großraum Erfurt, auf Nachfrage thüringenweit Bundesland: Thüringen weitere Länder: - Förderzeitraum: 11/2007-10/2010 |
Themencluster:
Früh ansetzende Prävention
Unterthema:
Förderung von Partizipation bzw. die aktive Beteiligung an demokratischen Entscheidungsprozessen
Hauptzielgruppe:
Kinder und jüngere Jugendliche
Leitziele:
Die Stärkung sozialer Kompetenzen wird in einer zunehmend multikulturellen Gesellschaft immer bedeutsamer. Das Projekt geht davon aus, dass Kinder zunächst einmal mit sich und ihrer Umwelt zurechtkommen müssen und erst dann in der Lage sind, offen auf ihre Mitmenschen zuzugehen. Durch die Auswahl der Themen und deren spielerische Bearbeitung werden die Kinder eingeladen:
· einander umfassend kennen zu lernen,
· miteinander zu reden,
· sich mit den persönlichen Fähigkeiten einzubringen,
· die eigenen Stärken zu spüren,
· sich gegenseitig zu unterstützen und miteinander zu kooperieren,
· sich einander trotz Verschiedenheit zu tolerieren.
· über Sympathiegrenzen hinaus, an der Lösung einer Aufgabe zu arbeiten,
· sich gegenseitig zu loben und respektvoll miteinander umzugehen und
· neue Handlungsmöglichkeiten auszuprobieren.
Die Vielfalt allein schon der Menschen in der nächsten Umgebung wird ins Bewusstsein gerückt und ein offener, gesprächsbereiter Umgang unterstützt.
Handlungskonzept:
Spiel- und theaterpädagogische Methoden sind die Grundlage des Handelns. Jedes Thema, jede Projekteinheit, ist in eine Spielgeschichte eingebunden, die von den Schülerinnen und Schülern eine aktive Beteiligung und die Mitgestaltung der Gruppenprozesse erfordert. In Interaktionsspielen, Rollenspielen und spielerischen Übungen, allein, zu zweit und in der Gruppe, wird an die Bereitschaft von Kindern angeknüpft, in spielerischer Form mehr voneinander zu erfahren.
Aus neurowissenschaftlicher Sicht begünstigen die mit Spiel verbundenen positiven Emotionen die langfristige Verankerung von Wissen. "STUPS- Stark durch Spiel" eröffnet somit dem Lern- und Lebensraum Schule neue methodische Anregungen, integriert Themen der Grundschulfächer vor allem aus dem HSK- Deutsch- und Ethikunterricht und will auf diese Weise einen ganzheitlichen Lernzugang ermöglichen. Der Projektzeitraum für eine Klasse erstreckt sich über ein Schulhalbjahr. 14-tägig trifft sich jeweils eine Klasse mit den Teamerinnen zu einer STUPS- Einheit.
Das Konzept für die themenbezogene Arbeit in den Schulklassen, bestehend aus neun Projekteinheiten und einer Abschlusspräsentation, wurde bisher in 30 Grundschulklassen und Kitagruppen erprobt und weiterentwickelt.
Die Eltern werden zu Projektbeginn über das Vorhaben in der Klasse ihres Kindes informiert. Am Ende des Halbjahres erhalten sie in einer durch die Kinder gestalteten Präsentation einen Einblick in das STUPS-Geschehen, spielen gemeinsam mit den Kindern STUPS-Spiele und kommen sich so auf diese Weise näher.
Um das Projekt längerfristig an Schulen zu etablieren, ist ein handlungsorientiertes Fortbildungskonzept für Lehrerinnen und Lehrer sowie Multiplikatorinnen und Multiplikatoren (im haupt- und ehrenamtlichen Bereich) entwickelt worden. Dies wird nach Wahl in Form einer regulären Fortbildung vermittelt oder schulintern durchgeführt. Eine Methodensammlung als praktische Unterrichtshilfe steht parallel dazu zur Verfügung. Außerdem ist geplant, gemeinsam mit den, in der Fortbildung qualifizierten, Lehrerinnen und Lehrern im Tandemmodell gemeinsam Projekte durchzuführen.
Der Projektbeirat unterstützt bei der finanziellen Absicherung des Projekts, bei der Akquise von Fortbildungsteilnehmern und Kooperationsschulen und wirkt bei der gemeinsamen Entwicklung von Nachhaltigkeitsstrategien zur längerfristigen Verankerung der Projektidee mit.
Neben intern entwickelten Evaluationsinstrumenten wird das Projekt durch die Firma Univation extern evaluiert.
Kooperations- und Netzwerkpartner:
· Grundschulen in Erfurt und Umgebung
· Thüringer Kultusministerium
· Fachhochschule Erfurt, Fachbereich Sozialwesen
· Amt für Bildung Erfurt
· Sparkassenstiftung Erfurt
Erwartete Ergebnisse:
1. Erprobung und Standardisierung des pädagogischen Konzeptes von STUPS
2. Sensibilisierung der Projektteilnehmerinnen und -teilnehmer (Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer) für das Themenfeld Soziales Lernen
3. Zur Sicherung der Nachhaltigkeit wird eine Methodensammlung für Lehrerinnen und Lehrer
zur thematischen Arbeit mit spiel- und theaterpädagogischen Methoden erstellt. In Kombination mit der Fortbildung wird es den Lehrerinnen und Lehrern so ermöglicht, die Konzeptidee eigenständig weiterzuführen und in den Schulalltag zu integrieren