Mölln

OPEN MIND - Kinder mit dem gelben Stern

Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner:
Mark Sauer

Kontaktdaten:
Verein Miteinander leben e. V.
Lohgerbergang
23879 Mölln
Tel: 04542-843309
Email:
www.verein-miteinander-leben.de www.verein-miteinander-leben.de/
kinder-gelber-stern.html
  Durchführung:
Durchführungsort/e: Mölln, Ratzeburg, Schwarzenbek, Geesthacht, Lauenburg, Trittau, Lübeck, Hamburg (div. Stadtteile)
Bundesland: Schleswig-Holstein
weitere Länder: Hamburg
Förderzeitraum: 08/2007-07/2010

Themencluster:
Auseinandersetzung mit historischem und aktuellem Antisemitismus

Unterthema:
Zeitgemäße Konzepte für die Bildungsarbeit zum Holocaust

Hauptzielgruppe:
Kinder und jüngere Jugendliche

Kurzbeschreibung:

Leitziele:
1. Das Projekt OPEN MIND "Kinder mit dem gelben Stern" soll Lehrkräften und Jugendlichen gleichermaßen eine umfassende, nachhaltige und auch dynamische Auseinandersetzung mit dem Thema "Antisemitismus" auf einer handlungsorientierten und persönlichen Ebene ermöglichen.
2. Der Projektträger erhofft sich mit seinem Angebot zum einem, den gesamten Themenkomplex stärker in den Mittelpunkt der Lehrtätigkeit zu rücken und ihn als notwendiges und auch pädagogisch vermittelbares Unterrichtsthema etablieren zu können.
3. Zum anderen soll bei Kindern und Jugendlichen über persönliche Zeitzeugenkontakte oder eigenständig erarbeitete Projekte versucht werden, eine emotionale Sensibilisierung hervorzurufen. Dies soll ihr Interesse für eine weitere Auseinandersetzung mit dem Themenkomplex befördern und im Effekt zu einer aufgeklärten Geisteshaltung gegenüber allen Formen von Rassismus und Antisemitismus führen.

Handlungskonzept:
OPEN MIND bietet jungen Menschen die Möglichkeit, sich mit Themen wie Rassismus, Rechtsextremismus und Nationalsozialismus in einem pädagogisch angeleiteten, handlungsorientierten Projektunterricht auseinanderzusetzen. Bestandteil der Unterrichtseinheit "Kinder mit dem gelben Stern" sind Gespräche mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen des Holocausts, Exkursionen zu Holocaustgedenkstätten in der Region und die kompetente Vermittlung von Wissen zur jüdischen Kultur und jüdischen Verfolgung. Mit dem Projekt wird ein umfassendes Lehr- und Lernangebot erarbeitet. Das umfasst die Initiierung von eigenständig erarbeiteten Schul- und Partnerschaftsprojekten mit Schülerinnen und Schülern, die Initiierung von Lehrerfortbildungen zum Thema "Antisemitismus und Holocaust" sowie die Etablierung neuer Unterrichtsangebote für Lehrkräfte und Jugendliche.

Die Projekteinheiten umfassen:
· Zeitzeugenarbeit an Schulen
· Aufbau von Schulpartnerschaften mit in Deutschland lebenden Zeitzeuginnen und Zeitzeugen
· Biografiearbeit an den Schicksalen der 20 jüdischen Kinder vom Bullenhusener Damm und von weiteren jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern vor Ort
· Gemeinsame Exkursionen von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen mit Jugendgruppen zu Gedenkstätten des Holocaust
· Initiierung eines generationenübergreifenden internationalen Kontakt- und Begegnungsstaustausches
· Initiierung von multimedialen Projekten zum Thema "Shoa"
· Fortbildungsangebote für Lehrkräfte zum Thema "Shoa"
· Besuch von Einrichtungen des neuen jüdischen Leben
· Interreligiöse Gesprächsrunden in der Synagoge von Hamburg

Kooperations- und Netzwerkpartner:
· Yad Ruth e. V.
· Kreis Herzogtum Lauenburg
· Kreisschulrat
· Kultusministerium des Landes Schleswig-Holstein

Erwartete Ergebnisse:
1. Übertragbarkeit
Die Konzeption der Unterrichtseinheiten im Jugendbildungsprojekt ermöglicht jeweils nur bedingt eine schematische Übertragbarkeit. Zwar ist das jeweilige Unterrichtsangebot als solches in seinem Ablauf umrissen und dokumentiert. Der Unterricht selbst richtet sich jedoch nicht nach einem vorgegebenen Schema. Vielmehr wird jede Unterrichtseinheit von den skizzierten Vorgaben ausgehend, in Zusammenarbeit mit den Schülerinnen und Schülern und Lehrkräften im Rahmen eines gemeinsamen Prozesses, kollektiv entwickelt. Diese Arbeitsweise trägt der Tatsache Rechnung, dass das Projekt an allen Schulformen für Altersgruppen angeboten wird und jede Schulklasse unterschiedliche Wissensstände und Interessengebiete hat. Mithin wird der Lernerfolg einer Unterrichtseinheit eng davon abhängig gemacht, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer diese Einheit als "ihren Unterricht" begreifen. Konzeptionell soll diese "eingeforderte Partizipation" den Zugang zum gewählten Unterrichtsthema öffnen.

2. Nachhaltigkeit
Das Projekt soll über den angedachten Förderzeitraum hinaus fortgeführt werden. Dazu soll im laufenden Projektjahr eine Dokumentation der bisherigen Projektarbeit herausgegeben werden, mit der neue Förderer angesprochen werden können.

3. Erhoffte Ergebnisse
Der Projektträger erhofft sich, im Rahmen der Projektlaufzeit möglichst viele Kinder und Jugendliche über die verschiedenen Angebote erreichen und durch die dargebotenen Inhalte über die Wirkungsweisen und Folgen von Antisemitismus aufklären und sensibilisieren zu können. Dabei sollen neben dem Einsatz von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen des Holocaust zusammen mit den teilnehmenden Kindern und Jugendlichen auch andere Unterrichtsformen erprobt werden, mit denen ein sensibilisierender Unterricht zu diesem Themenkomplex auch dann ermöglicht wird, wenn die Zeitzeuginnen und Zeitzeugen nicht mehr zur Verfügung stehen.

Darüber hinaus möchte der Projekträger durch das gezielte Angebot von Lehrerfortbildungen und -beratungen die Behandlung des historischen Antismitismus als Unterrichtsthema in den regionalen Schulen verankern und die Lehrkräfte dabei unterstützen, sich dieser zum Teil schwierigen Aufgabe konstruktiv und sensibilisierend stellen zu können.




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