| Kontaktdaten: Multikulturelles Zentrum Dessau Parkstr. 7 06846 Dessau-Roßlau Tel: 0340-2169560 Email: www.multikulti-dessau.de www.interwerk-dessau.de |
Durchführung: Durchführungsort/e: Dessau-Roßlau Bundesland: Sachsen-Anhalt weitere Länder: - Förderzeitraum: 09/2007-12/2010 |
Themencluster:
Prävention- und Bildungsangebote in der Einwanderungsgesellschaft
Unterthema:
Interkulturelles und interreligiöses Lernen
Hauptzielgruppe:
Junge Menschen in strukturschwachen Regionen und Kommunen
Leitziele:
1. Abbau von Wissensdefiziten, Stereotypen und Vorurteilen;
2. Schaffung eines interkulturellen Miteinanders in einer Region mit wenig migrantischer Wohnbevölkerung;
3. Religion wird im Lebensentwurf kontextualisiert, nicht stigmatisiert;
4. Differenz und Diversity aushalten lernen;
5. eigene Kultur als transkulturelles Gefüge erkennen;
6. Partizipation und demokratische Grundhaltung;
7. Förderung von Selbstbewusstsein;
8. Förderung von Medienkompetenz, sozialer, kommunikativer Kompetenz sowie Problemlösungs- und Organisationsfähigkeiten;
9. Expansion des Lifestyles.
Handlungskonzept:
Die Interreligiöse und Interkulturelle Werkstatt für Jugendliche zwischen 13 und 21 Jahren agiert in einer Region, die durch einen sehr geringen Anteil an migrantischer Wohnbevölkerung sowie einen hohen Grad an Trennung zwischen den verschiedenen Bevölkerungsgruppen gekennzeichnet ist.
Das Modellprojekt versucht, dieser Situation durch ein Konzept der Begegnung, Auseinandersetzung, Wissensvermittlung und Affirmation entgegenzuwirken. Dieser Ansatz baut auf Erkenntnissen auf, die gezeigt haben, dass vermehrter Kontakt zwischen verschiedenen ethnischen Gruppen unter bestimmten förderlichen Bedingungen, wie dem gemeinsamen Erreichen von Zielen, zum Abbau von Wissensdefiziten über andere Gruppen und somit zum Abbau von Vorurteilen und Stereotypen führt. Interreligiöse Gesichtspunkte werden behutsam integriert und im Kontext der jeweiligen Biographien behandelt.
Die Werkstatt schafft eine Auseinandersetzung mit den Themen "Interkulturalität" und "Interreligiösität". Alle Aktivitäten werden von den Jugendlichen hinsichtlich dieser Themen beleuchtet. Hierbei wird auch versucht, die Jugendlichen zur eigenständigen Auswahl und Gestaltung von Projekten zu befähigen. Der Fokus liegt auf jugendrelevanten Bereichen wie Tanz, Musik oder Graffiti. Die Jugendlichen artikulieren ihre Interessen und partizipieren an der Planung und Durchführung von Ausflügen, Wettbewerben oder Workshops der Werkstatt. Dies stärkt ihr Selbstbewusstsein und führt zu einer Weiterentwicklung ihrer Organisations- und Kommunikationsfähigkeiten. Mit den Workshop-, Bildungs- und Trainingsangeboten der Werkstatt können zusätzliche Kompetenzen erworben werden, die die teilnehmenden Jugendlichen in die Lage versetzen, persönliche Erfahrungen und erworbenes Wissen an andere Jugendliche weiterzugeben.
Im Rahmen eines gleichberechtigten Miteinanders der verschiedenen Religionen und Kulturen organisieren Jugendliche in und um Dessau-Roßlau mit der Werkstatt eine Plattform des Austausches und des Erfahrens und erlernen somit die Akzeptanz von Vielfalt und Diversität.
Kooperations- und Netzwerkpartner:
· Beratungsstelle für Opfer rechter Gewalttaten, Dessau
· Deutsch-Afrikanische Initiative in Dessau e. V.
· ESO Euro-Schulen in Dessau
· Evangelische Diakonie Wittenberg, Flüchtlingsberatung
· Gymnasium "Philanthropinum", Dessau
· Integrationsbeauftragte des Landes Sachsen-Anhalt
· Interkulturelle Gärten, Dessau
· Islamforum Ostdeutschland
· Jugendclub Zoberberg, Dessau
· Jugendtreff Kochstedt, Dessau
· Kiez e. V. Dessau, Jugendtreff
· Kinder- und Jugendheim "Wolkenfrei", Dessau
· Mosangola e. V., Dessau
· Sekundarschule "An der Stadtmauer", Dessau
· Sekundarschule "Zoberberg", Dessau
· Stadt Dessau-Roßlau, Ausländerbeauftragter/ Integrationskoordinatorin
Erwartete Ergebnisse:
1. Umfassende Öffentlichkeitsarbeit, deren Mittelpunkt die Jugendlichen sind: Zeitung, TV, Radio;
2. Jugendliche lehren Jugendliche, "JedeR ist ein/e Expert/in", Materialsammlung in Bildungskoffern;
3. Die Jugendlichen arbeiten "Interreligiosität“ und "Interkulturalität" auf. Ergebnis: Website, Internetforum, Ausstellungen, Dokumentationen;
4. "Interwork" bildet jugendliche Trainerinnen und Trainer für die Antirassismusarbeit und Vermittlung interkultureller Kompetenz aus. Ergebnis: Referenten- bzw. Multiplikatoren-Pool;
5. Nachhaltige Vernetzung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer