Coswig



Lernwerkstatt zum Nationalsozialismus & den Folgen für die Region Dresden/ Meißen

Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner:
Franziska Oschatz

Kontaktdaten:
Lernwerkstatt
JuCo Soziale Arbeit Coswig gGmbH
Am Ringpark 5a
01640 Coswig
Tel: 03523-9491339
Email:
www.juco-coswig.de www.lernwerkstatt.juco-coswig.de
  Durchführung:
Durchführungsort/e: Coswig, Meißen
Bundesland: Sachsen
weitere Länder: -
Förderzeitraum: 09/2007-08/2010

Themencluster:
Früh ansetzende Prävention

Unterthema:
Historisches Lernen

Hauptzielgruppe:
Kinder und junge Jugendliche

Kurzbeschreibung:

Leitziele:
1. Vermittlung humanistischer Grundwerte
2. Kompensation fehlender Auseinandersetzung mit geschichtlichen Ereignissen, anti-demokratischen Tendenzen und Extremismus
3. Interesse an deutscher Geschichte und historischen Ereignissen wecken
4. Demokratie erfahrbar machen und als Lebens- und Gesellschaftsform verstehen
5. Fremdenfeindliche Aspekte verstehen und so Erkenntnisse für eigenes Handeln ziehen
6. Anregung von Selbstbildungsprozessen
7. Vorrang interaktiven Lernens vor theoretischer Wissensvermittlung
8. Etablieren der Lernwerkstatt als innovative Methode des historischen Lernens

Handlungskonzept:
Grundlage für die Projektdurchführung ist die Lernwerkstatt nach dem Ansatz von Dr. Wedekind (Humboldt-Universität Berlin). Demnach wird sie "als Scharnierstelle zwischen unterrichtlichem und außerunterrichtlichem Lernen" verstanden.

Die "Lernwerkstatt zum Nationalsozialismus und den Folgen für die Region Dresden/ Meißen" wurde an verschiedenen Grundschulen der Region vorgestellt und an zwei Schulen (Coswig und Meißen) in das Ganztagsangebot sowie teilweise auch in den Sachunterricht integriert. Im aktuellen Schuljahr finden wöchentlich drei Ganztagangebote und mehrere temporäre Projekte (Ferienprogramm und Projekttage) statt. Eine Weiterführung ist in Abhängigkeit der Bedarfe der Schulen vorgesehen. Dazu werden verschiedene konkrete Teilprojekte inhaltlich und strukturell in Kooperation mit der betreffenden Schule formuliert und anschließend in den Schulbetrieb eingebunden.

Das Projekt "Lernwerkstatt" gibt den Kindern die Möglichkeit kreativ zu sein, mit und von anderen zu lernen, eigenen Ideen nachzugehen und sie mit anderen abzugleichen. Dabei bestimmen Partizipation und demokratische Entscheidungsprozesse die Projektdurchführung. Gruppenarbeiten, Theaterprojekte und Zeitzeugeninterviews dienen dazu, das Geschichtsbewusstsein der Schülerinnen und Schüler zu stärken und gesellschaftliche Werte wie Toleranz und Demokratie zu vermitteln.
In Absprache mit den Lehrerinnen und Lehrern des Sachunterrichts können ausgewählte Inhalte und Themen auch im Unterricht erarbeitet werden und wiederum in die Materialsammlung einfließen.

Das Hauptthema "Nationalsozialismus und die Folgen für die Region Dresden/ Meißen" wird in folgende themenspezifische Teilprojekte untergliedert, wie z. B. "Familienforschung", "Spielen ohne Spielzeug - alte Spiele neu entdecken", die Dokumentation "Fluchtort Coswig" und "Stumme Zeitzeugen - Dinge erzählen ihre Geschichte". In jedem der Projekte können die Kinder für ihre Recherchen, Sammlungen usw. auf die Kooperationspartner wie Museum, Bibliothek und Fachkräfte zurückgreifen. Nähere Beschreibungen können gerne beim Träger nachgefragt werden.

Ziel ist es, mit den Schülerinnen und Schülern aus dem gesammelten Material der Teilprojekte eine Präsentationsform (z. B. Fotoalben, Plakate, Videos usw.) zu finden und die mobile Lernwerkstatt zu gestalten. Sie soll auch nach der Projektbeendigung alternativ und vor allem flexibel für den Sachunterricht oder Ganztagsangebote eingesetzt werden können.

Kooperations- und Netzwerkpartner:
Derzeitige Kooperationspartner:
· Grundschule Mitte, Coswig
· Questenberg Grundschule, Meißen
· Coswiger Infokanal K3
· Karrasburg - Stadtmuseum Coswig
· Bibliothek Coswig
· Stadtarchiv Coswig
· MEISOP Pflegeheim, Coswig
· Förderverein Max-Klinger-Schule Leipzig
· Hort der Förderschule, Sörnewiz

Netzwerkpartner:
Museen, Bibliotheken, Forschungseinrichtungen, Vereine und freie Träger sowie Bürgerinnen und Bürger als Zeitzeuginnen und Zeitzeugen

Erwartete Ergebnisse:
1. Kinder kennen historische Ereignisse und reflektieren ihr eigenes Handeln. Das heißt, die Schülerinnen und Schüler werden an die Geschichte des Nationalsozialismus herangeführt und können Bezüge zum eigenen Leben ziehen. Zudem lernen sie historische und aktuelle Ereignisse kritisch zu analysieren und Erkenntnisse für sich selbst zu gewinnen.
2. Kinder leben humanistische Grundwerte, indem sie Demokratie als Lebens- und Gesellschaftsform begreifen. Ziel ist die Vermittlung humanistischer Grundwerte aus historischem Verständnis heraus. So soll eine umfangreiche Materialsammlung entstehen, welche als mobile Lernwerkstatt im Sachunterricht oder weiterhin als Ganztagsangebot in den Schulen integriert werden kann.
3. Aufbau bzw. Verstärkung der Netzwerkarbeit zwischen Grundschulen und anderen Kooperationspartnern in der Region, um die mobile Lernwerkstatt nachhaltig als innovative und kreative Methode des historischen Lernens in der Region zu etablieren.