| Kontaktdaten: Verbund sozialpädagogischer Projekte e. V. Wiener Str. 41 01219 Dresden Tel: 0351-3233660 Email: www.vsp-dresden.de www.recall-sachsen.de |
Durchführung: Durchführungsort/e: Dresden (Reick/ Prohlis) Bundesland: Sachsen weitere Länder: - Förderzeitraum: 10/2007-09/2010 |
Themencluster:
Arbeit mit rechtsextremistisch gefährdeten Jugendlichen
Unterthema:
Qualifizierte Elternarbeit
Hauptzielgruppe:
Eltern, Erzieherinnen und Erzieher, Lehrerinnen und Lehrer, Sozialpädagoginnen und -pädagogen
Leitziele:
Das Hauptziel des Modellprojektes besteht in der Förderung und Initiierung von Demokratieprozessen mit dem Schwerpunkt Elternarbeit. Dabei steht die präventive pädagogische Elternarbeit im Vordergrund. RECALL soll Beratung und Unterstützung für Eltern bieten, deren Kinder der rechtsextremen Szene angehören. Im Projekt werden methodische Ansätze von Elternarbeit, die gegen Rechtsextremismus wirken, für die Alltagspraxis von Elternberaterinnen und -beratern entwickelt. Das Modellprojekt soll als Ausgangspunkt einer sachsenweiten Übertragung einer solchen methodischen Kompetenz fungieren. Es stellt eine Ansprechstelle für das Elternnetzwerk Ost in Sachsen dar.
Handlungskonzept:
Die Trägerkooperation des Dachverbandes "Paritätischer Wohlfahrtsverband, Landesverband Sachsen e. V." mit dem Freien Träger der Jugendhilfe VSP e. V. (Verbund Sozialpädagogischer Projekte) in Dresden und dem Strukturprojekt Kulturbüro Sachsen e. V. fördert und initiiert die Öffnung der klassischen Elternberatung hin zu einer Elternarbeit (systemischer Ansatz). Ausgehend von der Fallanalyse und Beschreibung aus der Praxis der Mobilen Beratungsteams (MBT) des Kulturbüros Sachsen e. V. von möglichen Arbeitsfeldern mit Eltern im Spannungsfeld Rechtsextremismus erarbeiten die Recall-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geeignete sozialpädagogische Handlungskonzepte. Dies erfolgt in einem ersten Schritt konzentriert auf einen ausgewählten Sozialraum. Im Ergebnis sollen die erfolgreich etablierten Handlungskonzepte über die Zusammenarbeit mit den Kooperationspartnern in sachsenweite Strukturen übertragen werden. Damit wird für die nachhaltige Arbeit des Projektes eine sächsische Ansprechinstitution für eine Elternarbeit im Spannungsfeld Rechtsextremismus konzipiert.
Kooperations- und Netzwerkpartner:
· Das Kulturbüro Sachsen e. V. leistet die fachlich-inhaltliche Begleitung des Coachings und des Gesamtkonzeptes und stellt darüber hinaus einen Zugang zu den Eltern der Region selbst dar.
· Die Mobilen Beratungsteams des Kulturbüros Sachsen e. V. sind Vermittler und Qualitätsfaktor für entsprechende Beratungen.
· Der Paritätische Wohlfahrtsverband, Landesverband Sachsen e. V. leistet die landesweite Übertragung an ausgewählten Projektstandorten und eine Verstetigung der Angebote in den eigenen Erziehungsberatungsstellen.
· Im Elternberatungsnetzwerk Ost werden Ergebnisse und ihre Übertragbarkeit auf andere Bundesländer kommuniziert.
· Im Netzwerk Tolerantes Sachsen ist eine Kommunikation über die Verbreitung des Angebotes angelegt.
Erwartete Ergebnisse:
· Entwicklung von Beratungskompetenz im Spannungsfeld Eltern und Rechtsextremismus:
Das Beratungsangebot wird als ein Kompetenzbaustein in die bestehenden Strukturen der Elternberatungsstellen integriert. Der Zugang zu den Eltern erfolgt niedrigschwellig über aufsuchende Angebote sowie über Verweisungen von Partnerinstitutionen. In Elterngruppen und -initiativen werden Eltern bei der Auseinandersetzung mit dem Thema Rechtsextremismus begleitet.
· Weiterbildung und Coaching:
Für Mitarbeitende in erzieherischen und sozialen Berufe wird ein geeignetes Weiterbildungsangebot zum Thema Rechtsextremismus/ Elternarbeit entwickelt und implementiert. Das Fortbildungscurriculum ist offen für interessierte Sozialprofessionelle.
· Vernetzungsarbeit:
Projektvorstellungen, Flyer, Plakate, Website, Radio- und Pressebeiträge