Köln



Roots&Routes TV - Web-TV für kulturelle Vielfalt

Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner:
Sascha Düx, Lisette Reuter, Andreas Kern

Kontaktdaten:
JFC Medienzentrum Köln
(Jugendfilmclub Köln e. V. - Medieninformationszentrum)
Hansaring 84-86
50670 Köln
Tel: 0221-13056150
Email:
www.jfc.info www.rootsnroutes.tv
  Durchführung:
Durchführungsort/e: Köln, Bielefeld, Münster, Solingen, Duisburg, Wuppertal (bis Ende 2008), internationale Partner in mehr als 10 Ländern
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
weitere Länder: -
Förderzeitraum: 07/2007-10/2010

Themencluster:
Präventions- und Bildungsangebote für die Einwanderungsgesellschaft

Unterthema:
Interkulturelles und interreligiöses Lernen

Hauptzielgruppe:
Migrantinnen und Migranten

Kurzbeschreibung:

Leitziele:
Ziel von Roots&Routes TV ist es, dass kulturelle Vielfalt in Jugendgruppen gefördert und gelebt wird. Jugendlichen sollen Partizipationschancen durch Medienbildung eröffnet werden - eine kreative und journalistische Mediennutzung zur Artikulation eigener Ideen und Anliegen. Zusätzlich wird ein reflektierter Umgang mit dem Medium Web-TV angestrebt. Kulturell heterogene Gruppen sollen in eine gemeinsame Arbeitsdynamik gebracht werden. Leitziele des Projektes sind: Empowerment, die realistische Einschätzung eigener Kompetenzen, verbessertes Selbstwertgefühl durch Erfolgserlebnisse mit gemeinsam erarbeiteten Produktionen, soziales Lernen, interkulturelle Sensibilität und Toleranz. Roots&Routes TV will möglichst viele Jugendliche in den beteiligten Städten erreichen: Vor und hinter der Kamera sowie als interaktiv eingebundene Zuschauerinnen und Zuschauer wie auch als registrierte Nutzerinnen und Nutzer der Online-Plattform.
Gegründet wurden interkulturelle Jugendredaktionen in sechs Städten in NRW und in mehr als 10 Partnerländern. Über niedrigschwellige Aktionen wurden weitere Jugendliche in das Projekt eingebunden. Zusätzlich wurde die interkulturelle Web-TV-Plattform rootsnroutes.tv etabliert. Durch die Maßnahmen sollen medieninteressierte Jugendliche in ihren Potenzialen gefördert werden. Ziel ist es, dass durch das Projekt das Bild der Zielgruppe in der Öffentlichkeit positiv korrigiert wird. Weiterhin sollen interkulturelle und internationale Jugendkultur und Jugendmedienprojekte miteinander vernetzt werden.

Handlungskonzept:
Jugendliche kommen in Workshops und Jugendredaktionen zusammen, produzieren im interkulturellen Dialog kreative Produktionen, Kurzfilme, Reportagen, Livemitschnitte jugendkultureller Events und Web-TV-Magazine. Die thematischen Schwerpunkte bilden der eigene Alltag, Jugendkultur und das interkulturelle Leben in den jeweiligen Städten. Dazu kommen Produktionen von Musikvideoclips, Kurzfilmen und Dokumentationen. Ergänzend werden niederschwellige Musikvideo-Aktionen und HipHop-Workshops angeboten, um auch Jugendliche ohne Bereitschaft zu längerfristiger Mitarbeit zu erreichen.
Aus den Projektaktivitäten erwuchs ein attraktives interkulturelles und multilinguales Web-TV-Portal, das neben den Video- auch Community-Funktionalitäten bietet. Partner aus mehr als 10 europäischen Ländern beteiligen sich an den Projektaktivitäten und der Online-Plattform. Pro Projektjahr haben in jeder Stadt dezentrale Grundlagenseminare sowie ein zentrales Aufbauseminar stattgefunden. Inhalte sind u. a. Gruppenfindung, interkulturelle Sensibilisierung, journalistische sowie medientechnische Basics wie Kameraführung, Editing, Lichttechnik und natürlich Besonderheiten des Mediums Web-TV. Darüber hinaus werden die Jugendredaktionen regelmäßig medienpädagogisch betreut.

In jedem Projektjahr wurde eine Ergebnis-DVD veröffentlicht und im Rahmen eines Präsentationsevents in den beteiligten Städten vorgestellt. Ein Arbeitskreis aus Projektkoordinatorinnen und -koordinatoren sowie Vertreterinnen und Vertretern der Jugendredaktionen tagt quartalsweise in den beteiligten Städten. Dies dient der Detailplanung der Aktivitäten, Evaluation und Qualitätssicherung der Arbeit sowie der Weiterentwicklung des Gesamtprojektes. Im Herbst 2009 wurde das internationale Urban Media Festival Cologne 09 veranstaltet. Die Alte Feuerwache Köln wurde zum offenen internationalen Campus für Filmfreunde, Medienmacher sowie Kunst- und Kulturfans. Die Urban Media Lounge bot während des Festivals täglich Ausstellungen, Filme und ein interessantes Live-Programm. Mehr als 50 junge Filmemacher aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Israel, Italien, den Niederlanden und Spanien arbeiteten in Köln gemeinsam an Kurzfilmen, Musikvideos und Medienkunst zum Thema "Urbanität".
Das Projekt führt eine abschließende Tagung, auf der das Projekt evaluiert wird und Folgeaktivitäten geplant werden, durch.

Kooperations- und Netzwerkpartner:
Träger der regionalen Jugendredaktionen:
· Jugendförderung Solingen
· Offener TV-Kanal Bielefeld e. V.
· Bürgerhaus Bennohaus Münster
· Kulturbunker Duisburg-Bruckhausen

Verschiedene Partner aus dem HipHop Netzwerk für Toleranz und Integration Köln-Nippes:
Kinder- und Jugendzentrum Boltensternstraße, OT Werkstattstrasse, Städtische Förderschule für emotionale und soziale Entwicklung Auguststraße, OT Luckys Haus, Jugendclub Escherstraße, Offene Jazz-Haus-Schule, Bezirksjugendpflege Köln Nippes, Förderschule Lernen Nordparkschule, OT Take 5, Hauptschule Reutlingerstraße, Zurück in die Zukunft e. V., Jugendprojekt Weidenpesch

Internationale Partner:
Roots&Routes Stichting in Rotterdam, Fabbrica Europa in Florenz, das interaktive Medienlabor der Universität Barcelona, jfc Medienzentrum in Köln, RIF in Lille, smouth in Larissa, sziget in Budapest, ABI in London, XenoMedia in Barcelona, Kulturskolan in Stockholm, KifKif in Antwerpen und EuroEst in Bucharest. MiraMedia Utrecht

Erwartete Ergebnisse:
1. Das multilinguale Web-TV-Portal rootsnroutes.tv mit Community-Funktionen wurde eingerichtet.
2. Mittlerweile hat die Projektwebseite ca. 800 registrierte Benutzerinnen und Benutzer. Über 500 Videoclips aus dem Themenfeld Jugendkultur und kulturelle Vielfalt wurden hochgeladen. In fünf Städten haben sich Jugendredaktionen etabliert, die teils regelmäßig tagen, teils auf Projektbasis zusammenarbeiten.
3. Es gibt ca. 100 dauerhafte teilnehmende Jugendliche.
4. Über 140 Jugendliche wurden darüber hinaus über niedrigschwellige Aktionen (HipHop-Winter Köln-Nippes, Ferienaktionen, Aktionstage) in das Projekt eingebunden.
5. Das Urban Media Festival hat weitere Zielgruppen erreicht, die durch das Festival auf das Modellprojekt aufmerksam wurden.
6. Die Adresse www.rootsnroutes.tv hat sich als interkulturelle Web-TV-Plattform gut bei den Jugendlichen etabliert. Sie hat über 7.000 Besucherinnen und Besucher pro Monat.
7. Interkulturelle und internationale Jugendkultur- und Jugendmedienprojekte wurden vernetzt.
8. Der JFC e. V. wurde für das Projekt mit diversen Preisen ausgezeichnet.
9. Soziale Kompetenzen der Jugendlichen sowie die Integration und das interkulturelle Miteinander werden verbessert. Jugendliche aus kulturell heterogenen Gruppen werden in eine gemeinsame Arbeitsdynamik gebracht.
10. Medienkompetenz im Sinne umfassender Medienbildung wird gefördert und erweitert.
11. Es wird Öffentlichkeit für Jugendkultur in den beteiligten Städten geschaffen. Diese korrigiert das öffentliche Bild insbesondere der migrantischen Zielgruppe.
12. Angestrebt ist, dass die Jugendredaktionen als kontinuierlich weiterarbeitende Gruppen etabliert werden.
13. Die Website wird fortbestehen.