
Wuppertal
| Kontaktdaten: Wuppertaler Initiative für Demokratie und Toleranz e. V. An der Bergbahn 33 42289 Wuppertal Tel: 0202-5632759 Email: www.wuppertaler-initiative.de www.wuppertaler-initiative.de/ index.php?id=20 |
Durchführung: Durchführungsort/e: Wuppertal Bundesland: Nordrhein-Westfalen weitere Länder: - Förderzeitraum: 08/2007-07/2010 |
Themencluster:
Präventions- und Bildungsangebote für die Einwanderungsgesellschaft
Unterthema:
Interkulturelles und interreligiöses Lernen
Hauptzielgruppe:
Migrantinnen und Migranten
Leitziele:
1. Dieses Projekt will mit dem Einsatz innovativer Methoden Jugendliche verschiedenster Bildungsschichten und unterschiedlicher kultureller Hintergründe zur interkulturellen und interreligiösen Auseinandersetzung motivieren. Ziel ist es, rassistischem und rechtsextremem Gedankengut entgegen zu wirken. Die Grundannahme ist, dass es sich dabei um ein nicht ausschließlich auf deutsche Jugendliche bezogenes Problem handelt.
2. Mit den beteiligten Jugendlichen soll somit eine weitgehende Auseinandersetzung mit den in den Einzelprojekten behandelten Themen hergestellt werden. Die Ergebnisse der Projekte sollen im Rahmen von Veranstaltungen durch die Jugendlichen einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt werden. Zudem sollen die Jugendlichen motiviert werden, die Ergebnisse der Projekte so aufzuarbeiten, dass diese Schulen und Jugendeinrichtungen als Unterrichtsmaterial zur Verfügung gestellt werden können.
Handlungskonzept:
Die Zielgruppe der Einzelprojekte sind Schülerinnen und Schüler aller Schulformen, primär Hauptschülerinnen und -schüler. Es werden Vertreterinnen und Vertreter möglichst unterschiedlicher nationaler Herkunft und einer möglichst großen Bandbreite an Religionszugehörigkeit angesprochen, primär muslimische, jüdische und christliche. Gearbeitet wird sowohl an Schulen, als auch mit frei zugänglichen Gruppen außerhalb der Schule. Thematisch setzen sich die Jugendlichen mit historischen Themen mit den Schwerpunkten Rassismus, Rechtsextremismus sowie ethischer und religiöser Verfolgung auseinander. Dabei werden die Jugendlichen an der Themenfindung, der Wahl der Arbeitsmethoden, der Projektplanung und der Entwicklung und Präsentation der Projektergebnisse aktiv beteiligt. Die Gruppen werden bezogen auf den religiösen und nationalen Hintergrund möglichst heterogen zusammengesetzt.
Ein Beispiel für die bisherige Arbeit ist die Bearbeitung der Thematik der rassistischen Verfolgung in der Zeit der Kolonialisierung. Eine gymnasiale Schüler-AG hat sich dabei speziell mit der deutschen Geschichte in Namibia befasst, eine Gesamtschulgruppe mit der Kolonie Togo. Ein weiteres Beispiel ist die Arbeit mit Hauptschulgruppen, wobei ein Zeitzeugenprojekt zu Auschwitz realisiert wurde. Weiterhin wurde ein Projekt zur Erforschung gemeinsamer deutscher und lettischer Geschichte mit einem Berufskolleg umgesetzt. In allen Projekten entwickeln die beteiligten Jugendlichen die Präsentationen der Ergebnisse eigenständig und erarbeiten Unterrichtsmaterialien. Diese Materialien werden inzwischen von einigen Wuppertaler Schulen intensiv genutzt und haben zu Folgeprojekten an anderen Schulen geführt.
Kooperations- und Netzwerkpartner:
· Stadt Wuppertal, Ressort Zuwanderung und Integration
· Begegnungsstätte Alte Synagoge
· Gymnasium Sedanstraße
· Hauptschule Gertrudenstraße
. Berufskolleg Sternstraße
. Hauptschule Kathernberg/ Gesamtschule Ronsdorf
· Historikerinnen und Historiker
· Afrikanistinnen und Afrikanisten/ Togo Initiative Wuppertal
Erwartete Ergebnisse:
1. Zu allen Einzelprojekten werden Dokumentationen bzw. Unterrichtsmaterialien entwickelt. Sie sollen allen Wuppertaler Schulen und Jugendeinrichtungen zur Verfügung gestellt und bundesweit vertrieben werden. Zum Projektabschluss wird eine zusammenfassende Auswertung aller Projekte in Form eines Projekthandbuches erstellt.
2. Die beteiligten Kooperationspartner haben zugesichert, die im Projekt erprobten Ansätze im Rahmen ihres Alltagsgeschäftes fortzuführen bzw. als Regelangebot zu etablieren.
3. Die beteiligten Jugendlichen übernehmen, da sie in die Erarbeitung der Materialien und die öffentliche Präsentation aktiv mit einbezogen werden, die Rolle von Multiplikatorinnen und Multiplikatoren.