18057 Rostock



Demokratiestärkende Bildungsarbeit im ländlichen Raum

Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner:
Christoph Schützler, Kristina Quandt

Kontaktdaten:
Soziale Bildung e. V.
Doberaner Str. 21
18057 Rostock
Tel: 0381-1273363
Email:
www.soziale-bildung.org www.soziale-bildung.org/
db
  Durchführung:
Durchführungsort/e: Landkreise Bad Doberan, Güstrow, Demmin, Nordvorpommern
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
weitere Länder: -
Förderzeitraum: 08/2007-07/2010

Themencluster:
Arbeit mit rechtsextremistisch gefährdeten Jugendlichen

Unterthema:
Zeitgemäße Konzepte für die Arbeit mit rechtsextremistisch gefährdeten Jugendlichen

Hauptzielgruppe:
Junge Menschen in strukturschwachen Regionen und Kommunen

Kurzbeschreibung:

Leitziele:
Das Projekt verfolgt das Ziel modellhaft zu zeigen, wie in schulischen Sozialräumen in strukturschwachen ländlichen Regionen Mecklenburg-Vorpommerns nachhaltig gegen rechtsextremistische Tendenzen agiert werden kann. Demokratische Strukturen im jeweiligen Sozialraum sollen gestärkt werden, indem Beteiligungs- und Selbstorganisationsmöglichkeiten aufgezeigt und befördert werden. Es wurden Sozialräume ausgewählt, in denen eine Intervention gegen sich etablierende oder bestehende rechtsextreme Tendenzen unter Berücksichtigung der sozialen Bedingungskontexte notwendig erscheint.

Handlungskonzept:
Das Modellprojekt sieht eine kombinierte Vorgehensweise aus Analyse, Beratung, gezielten Bildungsangeboten, Kooperationsstärkung und bedarfsorientierter Entwicklung von präventiven und intervenierenden Strategien und Instrumentarien vor.
Es werden gezielt schulische Sozialräume aufgesucht, die durch typische Problemkonstellationen gekennzeichnet sind. Dies umfasst: negative Strukturfaktoren, rechtsextreme und rassistische Erscheinungsformen und subjektiv gefühlte Überforderung bzw. Planlosigkeit im Umgang mit den Problemkonstellationen. In einer umfangreichen sozialwissenschaftlichen Analysephase wurden 13 solcher Sozialräume hinsichtlich
a) vorgelagerter Bedingungszusammenhänge für die Entstehung bzw. Ausweitung rechtsextremistischer und rassistischer Tendenzen und
b) im Sozialraum aktivierbarer demokratischer Ressourcen untersucht und beschrieben.

Darauf aufbauend werden Handlungsstrategien entworfen und mit den Akteurinnen und Akteuren der jeweiligen Schulsozialräume umgesetzt. Aus den analysierten Sozialräumen wurden drei ausgewählt, in denen Veränderungsprozesse in Schule und ihrem Umfeld durch gezielte Bildungsangebote, Beratung und Begleitung von Kooperationspartnern und Vernetzung bzw. Aktivierung lokaler Ressourcen gefördert werden. Damit sollen Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer, Eltern und andere relevante Akteurinnen und Akteure des Sozialraumes erreicht werden. Hierfür werden bedarfsorientiert gemeinsam getragene Projekte entwickelt und umgesetzt.

Kooperations- und Netzwerkpartner:
• Netzwerk für Demokratie und Courage e. V. (NDC)
• Landesweite Opferberatung, Beistand und Information für Betroffene rechter Gewalt in Mecklenburg-Vorpommern e. V. (LOBBI)
• Regionalzentren für demokratische Kultur in Mecklenburg-Vorpommern
• Beteiligungswerkstatt Mecklenburg-Vorpommern
• Drei Modellprojektschulen
• Weitere regionale Partner

Erwartete Ergebnisse:
• 13 Schulsozialraumanalysen mit verdichteter Beschreibung als schulinterne Handlungs- und Entscheidungshilfe
• Handreichung für pädagogische Interventionen und Präventionen gegen rechtsextremistische und rassistische Tendenzen auf Basis demokratiestärkender Bildungsarbeit
• Veröffentlichung anonymisierter Schulsozialraumanalysen
• Umfangreich dokumentierte exemplarische und erfolgreiche Vorgehensweisen bei der Veränderung von drei schulischen Sozialräumen gegen rechtsextremistische und rassistische Tendenzen
• Eine Vielzahl von übertragbaren Bildungsangeboten
• Transfer der Projektkonzeption und Ausweitung auf andere regionale Kontexte