| Kontaktdaten: Hochschule RheinMain, Fachbereich Sozialwesen Kurt-Schumacher Ring 18 65197 Wiesbaden Tel: 0611-94951304 Email: www.hs-rm.de/ sw www.kistä.de |
Durchführung: Durchführungsort/e: Wiesbaden Bundesland: Hessen weitere Länder: - Förderzeitraum: 09/2007-08/2010 |
Themencluster:
Früh ansetzende Prävention
Unterthema:
Entwicklung und Erprobung von spezifischen Aus- und Fortbildungskonzepten für Erzieherinnen und Erzieher sowie Grundschullehrerinnen und -lehrer
Hauptzielgruppe:
Eltern, Erzieherinnen und Erzieher, Lehrerinnen und Lehrer, Sozialpädagoginnen und -pädagogen
Leitziele:
Ziel des Modellprojektes ist es, ein Fortbildungskonzept für Erzieherinnen und Erzieher zu erarbeiten, das relevante und adäquate Themen, Projekte, Methoden und didaktische Überlegungen systematisch integriert. Modellhaft ist, dass dieses Konzept sowohl der Eigenqualifizierung der pädagogischen Fachkräfte dient, als auch zugleich zur Stärkung der Kinder die Erprobung im Kindergartenalltag vorsieht. Intendiert ist die Erweiterung der Kompetenzen des pädagogischen Fachpersonals zu folgenden Themen:
· Förderung sozialer und emotionaler Kompetenzen
· Konfliktbearbeitung und Regellernen
· interkulturelles Lernen, Umgang mit Individualität und Differenz (Cultural Mainstreaming)
· Partizipation und Entwicklung demokratischer Kultur in Kindergärten
· geschlechtsspezifische Ansätze (Gender Mainstreaming)
Handlungskonzept:
Die Fortbildungsreihe wird themenspezifisch-modular angelegt. Im Zentrum der Fortbildung steht entsprechend ein Themenkomplex, der jeweils eingerahmt wird von Fragen des unterstützenden Verhaltens der Erzieherinnen und Erzieher, kinderbezogenen Maßnahmen und Methoden sowie der Umsetzung in den Alltag der Kindertagesstätten. Die Fortbildung wird sieben jeweils zweitägige Module umfassen. Dieses Vorgehen sichert zum einen die Anschlussfähigkeit sowohl an den Fachdiskurs als auch an die Praxis. Es bietet zum anderen Zeiträume für Reflexion und Freiräume für eine partizipative Mitgestaltung der Inhalte durch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer.
Parallel zu den Fortbildungsmodulen findet die Übertragung der Fortbildungsinhalte in den Alltag der Kindertagesstätten statt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer entwickeln themenspezifische Projekte und setzen die Fachkenntnisse im Umgang mit den Kindern um. Die Erprobung in der Praxis ist Bestandteil der Teilnahmebedingungen für die Fortbildungsreihe.
Ein Teil der Projektaktivitäten besteht darüber hinaus in einer Unterstützung der Elternarbeit, damit einerseits Erziehungsstile und weiterentwickelte pädagogische Konzepte der Erzieherinnen und Erzieher durch das Elternhaus nicht zu sehr konterkariert werden. Andererseits sollen Interessen und Bedürfnisse der Eltern einbezogen und neue Formen der Zusammenarbeit erprobt werden. Die Möglichkeiten der Einflussnahme auf die Eltern sind realistisch gesehen begrenzt. Im Modellprojekt wird angestrebt, die Transparenz der Pädagogik der Kindertagesstätte zu erhöhen und die Akzeptanz der im Projekt entwickelten Praxiskonzepte durch die Eltern zu fördern und ihre Mitarbeit zu aktivieren.
Cultural Mainstreaming und Gender Mainstreaming sind in allen Bereichen notwendige Querschnittaufgaben.
Cultural Mainstreamining umfasst in diesem Rahmen:
· Kenntnis des kulturellen Hintergrundes der Kinder
· Reflexion der eigenen interkulturellen Vorstellungen und (Vor-) Urteilsstrukturen
· Förderung der "Neugierde" der Kinder auf die unterschiedlichen Lebensstile/ Vermittlung von Wissen um kulturelle Unterschiede
· Förderung von auf Respekt und Achtung beruhenden Interaktionen zwischen Kindern unterschiedlicher Herkunft
Gender Mainstreaming meint:
· Einschätzung von Fremdenfeindlichkeit und Gewalt als jungentypisches Phänomen
· Kritik an unzureichender Jungenförderung
· Aufforderung, Mädchen zu fördern
· Reflexion der eigenen Rollenmuster und Rollenerwartungen
· Erkennen und Fördern der individuellen Fähigkeiten des Kindes jenseits erwarteter Rollenzuschreibung
· Reflexion und Umgang mit der Tatsache, dass der Elementarbereich eine weibliche Berufsdomäne ist
Kooperations- und Netzwerkpartner:
· Stadt Wiesbaden, Abteilung Kindertagesstätten
· Caritas Wiesbaden, Wiesbaden-Rheingau-Taunus
· Fachschule für Sozialpädagogik, Wiesbaden
· Hessische Landeszentrale für politische Bildung, Referat IV
Erwartete Ergebnisse:
1. Fortbildungskonzept mit einzelnen Modulen.
2. Die erarbeiteten Materialien werden der Fachöffentlichkeit zur Verfügung gestellt, insbesondere im Bereich der Weiterbildung der Fachhochschulen und Universitäten sowie Fortbildungsträger für den Elementarbereich und Fachschulen für Sozialpädagogik.