28203 Bremen



Bremer Welttheater - Theater machen, gut rüberkommen, erfolgreich miteinander leben

Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner:
Thomas Richter

Kontaktdaten:
Chinelo-Theaterhaus e. V.
Feldstr. 103
28203 Bremen
Tel: 0421-2184156
Email:
Email 2:
www.bremer-welttheater.de
  Durchführung:
Durchführungsort/e: Bremen
Bundesland: Bremen
weitere Länder: -
Förderzeitraum: 10/2007-03/2010

Themencluster:
Prävention- und Bildungsangebote für die Einwanderungsgesellschaft

Unterthema:
Interkulturelles und interreligiöses Lernen

Hauptzielgruppe:
Migrantinnen und Migranten

Kurzbeschreibung:

Leitziele:
Kulturbedingte Vorurteile bei Jugendlichen unterschiedlichster Herkunft abzubauen, ein interkulturelles Verständnis und eine transkulturelle Identität aufzubauen, das gehört zu den Leitzielen des Bremer Welttheaters. Die teilnehmenden Jugendlichen sollen angeregt und gefördert werden, sich gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit zu engagieren. Durch die gemeinsame Theaterarbeit und damit die Auseinandersetzung mit für sie wichtigen Themen und Fragen, sollen ihre Ausdrucksmöglichkeiten und ihr Selbstbewusstsein deutlich gestärkt werden. Damit wird ein präventiver Beitrag für das friedliche Zusammenleben in einer Gesellschaft geleistet, in der zunehmend interkulturelle Fähigkeiten erforderlich sind. Die erarbeiteten Theaterstücke sollen zudem als bildungspolitisches Instrument bei der interkulturellen Arbeit in der Alltagswelt integriert werden, wodurch bei einer breiteren Öffentlichkeit, z. B. Zuschauerinnen und Zuschauern auf indirekte Weise Veränderungsprozesse in Gang gesetzt werden, die für ein interkulturelles Verständnis sensibilisieren. Durch die für Schulen angebotenen Workshops zu den Themenbereichen Gewalt- und Rassismusprävention werden weitere Jugendliche in Bremen und dem näheren Umfeld erreicht.

Handlungskonzept:
Durch das Bremer Welttheater werden Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund zwischen 15 und 26 Jahren angesprochen. Im Mittelpunkt des Projektes steht die gemeinsame Theaterarbeit, in der Jugendliche gemeinsam mit Theaterpädagoginnen und -pädagogen für sie relevante Themen einbringen, bearbeiten, Szenen entwickeln und diese in öffentlichen Aufführungen präsentieren können.

Nach der Aufführung von insgesamt drei Theaterstücken zu den Themenblöcken "Fremdsein", "Migration" und "Menschenrechte" haben sich durch die kontinuierliche Arbeit drei Gruppen etabliert.
· "Alte Gruppe": Das sind Jugendliche, die von Anfang an teilnehmen und weiterhin sowohl Theater machen als auch ihre Erfahrungen an andere weiter geben möchten. Ein Teil dieser Jugendlichen wird als Mentorinnen und Mentoren geschult und in die Kooperation mit Schulen einbezogen.
· Ensemblegruppe: In diese Gruppe können jederzeit neue Jugendliche einsteigen und an den wöchentlich stattfindenden Trainings und allen sonstigen Aktivitäten des Bremer Welttheaters teilnehmen. In den wöchentlichen Trainings werden Theatertechniken vermittelt, die Ausdrucksformen verbessert und die inhaltlichen Impulse der Jugendlichen in szenische Choreografien umgesetzt.
· Gruppe Kooperation mit Schulen: In Kooperation mit Schulen sowie weiteren Bildungsinstitutionen in Bremen und dem näheren Umland werden mit Jugendlichen Theaterworkshops und Theater-AG’s zum Themenschwerpunkt "Menschenrechte" sowie "Anti-Gewalt" und "Antirassismus" durchgeführt.

Parallel zu den Aktivitäten der einzelnen Gruppen werden Workshops mit bekannten Künstlerinnen und Künstlern angeboten, durch die sowohl neue Jugendliche gewonnen werden sollen und bereits Aktive aus allen Gruppen gemeinsam teilnehmen können. In zwei intensiven Wochenendseminaren können sich alle teilnehmenden Jugendlichen zusammen finden, ihre Fähigkeiten unter Anleitung der Theaterpädagoginnen und -pädagogen verbessern und sich untereinander austauschen.

Geplant ist es, die Erfahrungen, die in der konkreten Arbeit an den Theaterstücken sowie bei den theaterpädagogischen Workshops gemacht wurden, in einer Handreichung aufzubereiten und damit als integrationspolitisches Angebot für Schulen, Vereine und Organisationen zur Verfügung zu stellen. Damit kann Theater zum Beispiel als Einstieg in eine darauf folgende integrationspolitische oder pädagogische Arbeit dienen. Das Wichtigste dabei ist, dass interkulturelle Konflikte und transkulturelle Gemeinsamkeiten auf eine leicht verständliche Art und Weise in die Alltagswelt zurückgeführt werden.

Kooperations- und Netzwerkpartner:
· Freie Hansestadt Bremen, Senator für Arbeit, Jugend und Soziales - Referat für Kinder- und Jugendschutz sowie das Referat für Zuwanderungsgelegenheiten und Integrationspolitik
· Freie Hansestadt Bremen, Senator für Kultur - Referat für Kultur und Migration
· AWO Bremen
· Kulturverein Lagerhaus e. V., Migrationsbereich
· Schulzentrum Grenzstraße, Bremen-Walle
· Schulzentrum Bremen-Findorff
· Gesamtschule Bremen-Mitte
· Ökumenische Diakonie & Migration, Bremen
· Bremer Friedenslauf (c/o Forum Ziviler Friedensdienst)

Erwartete Ergebnisse:
Da das Bremer Welttheater durch seine bisherigen Aktivitäten in der Bremer Kulturlandschaft, in Schulen und Institutionen einen gewissen Bekanntheitsgrad erreicht hat, sollen möglichst bestehende Kooperationen verfestigt und weitere Kooperationspartner gesucht werden.
Das soll durch die zu erstellende Handreichung, die sich als Arbeitsgrundlage für den Einsatz in der theaterpädagogischen und präventiven Arbeit mit Jugendlichen eignen soll, unterstützt werden.
Zudem sollen die erarbeiteten Ansätze durch die Jugendlichen selbst weiter getragen werden, indem diese begleitend als Mentorinnen und Mentoren ausgebildet werden und ihre Fähigkeiten - z. B. gemeinsam mit den Theaterpädagoginnen und -pädagogen bei Workshops - in Schulen zeigen können.