| Kontaktdaten: RAA Brandenburg/ Demokratie und Integration Brandenburg e. V. Benzstraße 11/12 14482 Potsdam Tel: 0331-747800 Email: www.raa-brandenburg.de www.raa-brandenburg.de/ ProjekteProgramme/ InterkulturelleKompetenzimLandBrandenburg/ tabid/ 146/ Default.aspx |
Durchführung: Durchführungsort/e: verschiedene Landkreise in Brandenburg (u. a. Oder-Spree, Teltow-Fläming, Uckermark und Ostprignitz-Ruppin) Bundesland: Brandenburg weitere Länder: - Förderzeitraum: 09/2007-08/2010 |
Themencluster:
Präventions- und Bildungsangebote für die Einwanderungsgesellschaft
Unterthema:
Interkulturelles und interreligiöses Lernen
Hauptzielgruppe:
Eltern, Erzieherinnen und Erzieher, Lehrerinnen und Lehrer, Sozialpädagoginnen und -pädagogen
Leitziele:
Ziel des Modellprojektes ist die Stärkung und Förderung von interkultureller Kompetenz von Kindern und Jugendlichen durch die Arbeit mit Multiplikatorinnen und Multiplikatoren. Fortbildungs- und Beratungsangebote im Themenfeld (interkulturelle) Bildung und Chancengleichheit werden entwickelt, erprobt und evaluiert. Des Weiteren werden Angebote zu Ansätzen der Zusammenarbeit mit Eltern konzipiert. Mit der Entwicklung und Begleitung von institutionsübergreifenden Bildungsansätzen sollen nachhaltige lokale und kommunale Perspektiven für Bildung, Integration und Chancengleichheit geschaffen werden. Dabei werden einerseits die spezifischen Situationen und Problemlagen der Bildungsinstitutionen in den ländlichen Regionen Brandenburgs angemessen in den Blick genommen, andererseits werden bestimmte, durch Fachdebatten gestützte Mindestanforderungen und Qualitätsstandards an die interkulturelle Bildung einbezogen.
Handlungskonzept:
Im ersten Projektjahr standen neben der Vorstellung von Projektideen und -inhalten in den einzelnen Regionen die Ermittlung des Bedarfs in Kommunen und Bildungseinrichtungen und der Aufbau von langfristigen Arbeitsbeziehungen im Vordergrund. Gesprächen mit potenziellen Kooperationspartnern vor Ort folgten erste gemeinsame Veranstaltungen im Rahmen längerer, einrichtungsübergreifender Vorhaben auf lokaler Ebene. In der Arbeit mit Multiplikatorinnen und Multiplikatoren wurden mehrere Fortbildungsveranstaltungen im Themenbereich (interkulturelle) Bildung und Chancengleichheit entwickelt und durchgeführt.
Zudem wurden Ansätze interkultureller Bildung systematisch erhoben und analysiert. Diese Analyse wird ebenso wie eine Literatur- und Internetrecherche zu den Projektthemen auf der Homepage des RAA Brandenburg bereitgestellt.
Das zweite Projektjahr stand im Zeichen der kontinuierlichen Arbeit in den Regionen.
Die Bemühungen um die Initiierung und Begleitung von institutionsübergreifenden Vorhaben auf kommunaler und regionaler Ebene wurden weiter fortgeführt und mehrere einrichtungsübergreifende Veranstaltungen (z. B. in der polnisch-deutschen Grenzregion) durchgeführt.
Fortbildungsangebote und Beratungsansätze zu Themen wie "Anti-Bias" (Vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung), "Umgang mit (interkulturellen) Konflikten" und "Interkulturelle Kommunikation" wurden insbesondere für den frühkindlichen Bildungsbereich und für Kommunalverwaltungen erprobt, ausgewertet und weiterentwickelt. Ebenso wurden Angebote zu Ansätzen der Zusammenarbeit mit Eltern konzipiert, die im dritten Projektjahr erprobt werden sollen. Zudem fand eine Multiplikation der Themen, Angebote und Erfahrungen des Projektes bei Fachveranstaltungen und durch Öffentlichkeitsarbeit statt.
Das dritte Projektjahr beinhaltet neben der Fortführung der Arbeit in den Regionen die systematische Auswertung und Analyse der Praxiserfahrungen, um wichtige Erkenntnisse über Zugänge und Vermittelbarkeit der Themen des Modellprojekts im Land Brandenburg zu gewinnen.
Kooperations- und Netzwerkpartner:
Kooperationsvereinbarungen wurden abgeschlossen mit
· der Integrationsbeauftragten des Landes Brandenburg: Gemeinsame strategische Ausrichtung, finanzielle Unterstützung, begleitende Beteiligung an der Projektsteuerung;
· dem Ministerium für Bildung, Jugend und Sport Brandenburg: Kooperation im Rahmen der allgemeinen Kooperationsvereinbarung;
Der längerfristigen Zusammenarbeit mit zwei Kitas in dörflichen Ortsteilen von Bad Freienwalde (Märkisch-Oderland) liegen Kooperationsvereinbarungen zwischen der RAA, dem HSI e. V. und dem Projekt KINDERWELTEN zu Grunde.
Mit den Kommunalverwaltungen in Neuhardenberg und Buckow ist eine längerfristige Kooperation vereinbart.
Für die Durchführung der Veranstaltungen in der polnisch-deutschen Grenzregion wurden Kooperationsvereinbarungen mit dem Regionalzentrum für demokratische Kultur Südvorpommern und dem Zachodniopomorskie Centrum Doskonalenia Nauczycieli (Westpommerisches Lehrerfortbildungszentrum) abgeschlossen.
Erwartete Ergebnisse:
Das Modellprojekt knüpft an die langjährigen Erfahrungen der praktischen Arbeit der RAA Brandenburg an und wird für die weitere Arbeit im Land Brandenburg wesentliche Impulse beisteuern. Erfahrungen des Projekts werden in entsprechender Art und Weise einem breiten Fachpublikum präsentiert (u. a. Abschlussveranstaltung zum Projektende) und fließen in Fachpublikationen und in die Abschlussdokumentation ein. Im Projektverlauf werden Fortbildungsbausteine zu Interkulturellem Lernen im ländlichen Raum entwickelt und für die Weiterarbeit im Sinne des Projektes auch über den Projektzeitraum hinaus nutzbar gemacht.
Bei erfolgreicher Durchführung der einzelnen Zielsetzungen und Angebote sollen diese in die Fortschreibung der Kooperationsvereinbarungen mit der Integrationsbeauftragten, dem Bildungsministerium und der Koordinierungsstelle Tolerantes Brandenburg aufgenommen werden. Die Praxisansätze des Projektes werden in die Arbeit der Niederlassungen der RAA Brandenburg integriert.