
10115 Mitte
| Kontaktdaten: Amadeu Antonio Stiftung Linienstraße 139 10115 Berlin Tel: 030-24088610 Email: www.amadeu-antonio-stiftung.de www.amadeu-antonio-stiftung.de/ die-stiftung-aktiv/ kinder-und-menschenrechte |
Durchführung: Durchführungsort/e: Eberswalde, Bernsdorf Bundesland: Brandenburg weitere Länder: Sachsen Förderzeitraum: 09/2007-08/2010 |
Themencluster:
Früh ansetzende Prävention
Unterthema:
Förderung von Partizipation bzw. die aktive Beteiligung an demokratischen Entscheidungsprozessen
Hauptzielgruppe:
Kinder und jüngere Jugendliche
Leitziele:
Bei der Entwicklung demokratischer Haltungen bietet der Bezug auf das Konzept der Kinderrechte eine Erfolg versprechende Möglichkeit, um gegen demokratiegefährdende Ideologien früh präventiv vorzugehen. Durch die Vermittlung von Kinder- und Menschenrechten erhalten Kinder und Jugendliche ein Bewusstsein von ihren Rechten, den Verletzungen ihrer Rechte und von ihren Pflichten in ihrem alltäglichen Umfeld und damit auch von den Rechten anderer. Sie lernen, wie aus geltend gemachten Wünschen und Ansprüchen Konflikte entstehen und wie diese demokratisch gelöst werden können.
Ziel ist es, ein ganzheitliches Modell zu entwickeln, wie unter maßgeblicher Beteiligung von Kindern im Grundschulalter eine Kinderrechtsorientierung in der Nachbarschaft bzw. der Kommune entwickelt und angewendet werden kann.
Handlungskonzept:
1. Arbeit mit Kindern
Kinder aus Grundschulen haben sich an Projekttagen, in Projektwochen, in Arbeitsgemeinschaften oder im Neigungsunterricht intensiv mit dem Thema Kinderrechte auseinandergesetzt. Neben der kognitiven Vermittlung von Wissen über die Rechte der Kinder wurden Bezüge zur eigenen Lebenswelt hergestellt. Die Schülerinnen und Schüler sind als "Kinderrechtsdetektive" aktiv geworden, haben sich mit der Verwirklichung bzw. Verletzung der Kinderrechte in ihrem Alltag auseinandergesetzt und eigene Veränderungsvorhaben entwickelt. Dabei sind Film- und Liedbeiträge entstanden, Initiativen zur Unterstützung eines Frühstücksangebotes für Kinder aus armen Familien, Ideen zur Öffentlichkeitsarbeit, die Verbesserung einer Schulhaltestelle und das Engagement für eine sichere Straßenüberquerung in der Nähe eines zentralen Spielplatzes.
2. Arbeit mit Erwachsenen
Eine Bedingung für das Gelingen der Projektvorhaben der Kinder, wie auch für die nachhaltige Beachtung der Kinderrechte, ist die Akzeptanz und die Mitwirkung der Erwachsenen. Daher wurde zunächst die Erwachsenengesellschaft für Kinderrechte sensibilisiert: durch Gespräche, Veranstaltungen, Veröffentlichungen und Aktionen.
Vor Ort haben sich lokalen Unterstützergruppen für das Projektanliegen gebildet.
3. Strukturelle Verankerung der Kinderrechtsorientierung
Zur Gewährleistung der nachhaltigen Verankerung wurden frühzeitig Kooperationen und Partnerschaften mit Vereinen der Kinder- und Jugendarbeit, mit Nachbarschafts- und Jugendeinrichtungen, Jugendvertretungen und lokaler Verwaltung gesucht. Mittelfristig soll die Beteiligung von Kindern zum selbstverständlichen Bestandteil der Arbeit dieser Einrichtungen und der Kommune werden. Geplant sind Aktionspläne oder Handlungskonzepte zur Beteiligung von Kindern und Jugendlichen.
Kooperations- und Netzwerkpartner:
· RAA Hoyerswerda/ Ostsachsen e. V.
· Bürgerstiftung Barnim Uckermark
· Freudenberg Stiftung
· Mehrgenerationenhaus Bernsdorf
· Grundschule Bernsdorf
· Grundschule Lauta
· Jugendhilfeeinrichtung Nordlicht, Eberswalde
· Allgemeine Förderschule Nordend, Eberswalde
· Freie Montessorischule Eberswalde
· Grundschule Bruno H. Bürgel, Eberswalde
Erwartete Ergebnisse:
1. Die lokalen Projektpartner werden auch nach Projektabschluss auf lokaler Ebene agieren und sorgen so für die weitere Verbreitung der Inhalte und Ergebnisse.
2. An den Projektorten wurden lokale Unterstützungsgruppen für das Projektanliegen aufgebaut.
3. In der zweiten Projektphase ist eine Übertragung auf Einrichtungen erfolgt.
4. Im dritten Jahr wird eine Handreichung zur Verbreitung der Projektergebnisse und erfolgreicher Praxismethoden erarbeitet.
5. Langfristig soll die Beachtung der Rechte der Kinder strukturell verankert werden.