10115 Mitte

Antisemitismus in Ost und West: lokale Geschichte sichtbar machen

Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner:
Dr. Andrés Nader

Kontaktdaten:
Amadeu Antonio Stiftung
Linienstraße 139
10115 Berlin
Tel: 030-24088616
Email:
www.amadeu-antonio-stiftung.de www.amadeu-antonio-stiftung.de/
die-stiftung-aktiv/
gegen-as/
was-tut-die-stiftung/
as-ost-west
  Durchführung:
Durchführungsort/e: Dessau, Magdeburg, Halberstadt, Salzgitter, Hannover, Moringen
Bundesland: Sachsen-Anhalt
weitere Länder: Niedersachsen
Förderzeitraum: 09/2007-12/2010

Themencluster:
Auseinandersetzung mit historischem und aktuellem Antisemitismus

Unterthema:
Zeitgemäße Konzepte für die Bildungsarbeit zum Holocaust

Hauptzielgruppe:
Multiplikatorinnen und Multiplikatoren

Kurzbeschreibung:

Leitziele:
Ziel ist es, lokale Projekte zur Aufarbeitung der Geschichte des Holocaust in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt zu entwickeln. Dabei sollen nicht nur die Zeit des Nationalsozialismus selbst, sondern auch der Umgang mit dem Holocaust im geteilten Deutschland und die besonderen Formen des Antisemitismus heute behandelt werden.
Ein Schwerpunkt liegt auf der Fortbildung von Multiplikatorinnen und Multiplikatoren zum Thema Antisemitismus. Das übergeordnete Ziel ist jedoch, bisher unbeteiligte "Bystander" zu Akteurinnen und Akteuren gegen Antisemitismus und andere Formen von Menschenfeindlichkeit zu machen, ihre Kompetenz im Umgang mit der NS-Geschichte zu stärken und sie lokal und überregional zu vernetzen.

Handlungskonzept:
Durch eine Reihe von Fortbildungen und Treffen werden Multiplikatorinnen und Multiplikatoren in der Beschäftigung mit der lokalen Geschichte des Holocaust angeregt, unterstützt und begleitet. Dabei geht es nicht nur darum, was in der Zeit des Nationalsozialismus vor Ort passiert ist. Es geht auch darum, wie in den beiden deutschen Staaten nach 1945 an den Holocaust erinnert wurde. Erinnerungskultur ist von lokalen und staatlichen Begebenheiten geprägt: Ein Vergleich der Erinnerungskulturen in Ost und West dient dazu, den gesellschaftlichen Umgang mit dem Holocaust zu beleuchten und zu reflektieren.

Die Multiplikatorinnen und Multiplikatoren widmen sich gemeinsam mit Jugendlichen oder auch Erwachsenen der Geschichte vor Ort. Thematisch fokussiert das erste Jahr die Verfolgung der Juden und Sinti und Roma durch die Nationalsozialisten. Im zweiten Jahr werden die Erinnerungskulturen in beiden deutschen Staaten erforscht. Im letzten Jahr steht die Gegenwart im Mittelpunkt: Wie sieht Antisemitismus heute aus? Was kann die Zivilgesellschaft vor Ort dagegen tun? Auf einer Abschlusstagung haben die Projekte die Möglichkeit ihre Ergebnisse zu präsentieren. Außerdem ist eine Publikation als Handreichung zum Modellprojekt geplant.

Kooperations- und Netzwerkpartner:
· Freudenberg Stiftung
· Ford Foundation, New York
· Landeszentrale für politische Bildung in Sachsen-Anhalt
· Landesverband Niedersachsen der Naturfreundejugend Deutschlands
· Niedersächsisches Amt für Verfassungsschutz
· Arbeitskreis Stadtgeschichte Salzgitter e. V.
· KZ-Gedenkstätte Moringen
· Alternatives Jugendzentrum Dessau
· Verein Miteinander, Netzwerk für Demokratie und Weltoffenheit in Sachsen-Anhalt e. V.
· Moses Mendelssohn Akademie, Halberstadt
· Gedenkstätte für Opfer der NS-"Euthanasie" Bernburg
· Werkstatt Gedenkkultur Dessau-Roßlau

Erwartete Ergebnisse:
1. Die fortgebildeten Partner werden auch nach Projektabschluss auf lokaler Ebene agieren und sorgen so für die weitere Verbreitung der Inhalte und Ergebnisse.
2. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen in den Weiterbildungen eine Vielzahl neuer Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für mögliche zukünftige Kooperationsprojekte kennen.
3. Handreichungen werden im letzten Jahr erarbeitet, um die Verbreitung der jeweiligen lokalen Ergebnisse und Methoden zu ermöglichen.
4. Die selbstreflexive Auseinandersetzung mit lokaler Geschichte in kleinen Projekten soll als Modell für weitere Prozesse der Vernetzung zwischen Ost und West dienen.




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