80336 München

Fit für Vielfalt - interkulturelle und interreligiöse Bildung und Begegnung

Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner:
Katrin Kuhla

Kontaktdaten:
VIA Bayern - Verband für interkulturelle Arbeit e. V.
Landwehrstr. 35
80336 München
Tel: 089-419027-28
Email:
www.via-bayern.de www.via-bayern.de/
FfV
  Durchführung:
Durchführungsort/e: München, Augsburg, Josefstal, Chemnitz u. a.
Bundesland: Bayern
weitere Länder: Sachsen
Förderzeitraum: 09/2007-12/2010

Themencluster:
Präventions- und Bildungsangebote für die Einwanderungsgesellschaft

Unterthema:
Interkulturelles und interreligiöses Lernen

Hauptzielgruppe:
Multiplikatorinnen und Multiplikatoren

Kurzbeschreibung:

Leitziele:
1. Das Projekt verbindet reflexive interkulturelle Bildung mit interreligiösem Lernen und interkultureller und -religiöser Begegnung zu einem integrierten Konzept für die Jugendarbeit.
2. Es werden Bildungsmodule für die Zielgruppe der ehren- und hauptamtlichen Multiplikatorinnen und Multiplikatoren der Jugendarbeit sowie für Jugendliche entwickelt.
3. Das vorhandene Wissen und die vorhandene Praxis wird durch interreligiöse Inhalte und Methoden (z. B. Bibliolog) erweitert.
4. Die Bildungsmaßnahmen werden in einem Netzwerk mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Jugendarbeit sowie von Jugendgruppen und Verbänden mit Mitgliedern aus verschiedenen Ethnien modellhaft durchgeführt, evaluiert und als übertragbares Konzept mit Praxishandbuch dokumentiert. Durch die Qualifikation von Multiplikatorinnen und Multiplikatoren wird zudem die Nachhaltigkeit gesichert.

Handlungskonzept:
Das Projekt gliedert sich in vier Handlungsstränge:
1. Die Entwicklung, Erprobung und Durchführung modellhafter Bildungsmodule
Es werden kompakte Kurzweiterbildungen (ca. 5-10 Tage) für haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Jugendarbeit (Jugendleiterinnen und -leiter) und sechs entsprechende Weiterbildungen für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren entwickelt.
Letztere führen anschließend selbst Seminare und Workshops mit den Zielgruppen ihrer Arbeit durch. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Projektpartner tauschen sich im Netzwerk aus und werden bei der Vor- und Nachbereitung der selbst durchzuführenden Seminare begleitet. Die Erfahrungen werden reflektiert und die Seminare inhaltlich und methodisch angepasst.
Zusätzlich werden Bildungsmodule bzw. ein Grundlagenseminar für Jugendliche erarbeitet. Diese sind in der schulischen und außerschulischen Jugendbildungsarbeit, dem Sportbereich oder in der Ausbildung zur Jugendleitercard einsetzbar. Je nach Zielgruppe werden dabei unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt.

2. Die begleitende Netzwerkarbeit mit den Partnern des Projektes und der Fachöffentlichkeit
Die Bereiche Projektaufbau, Entwicklung und Erprobung der Module sowie Anwendung in der Arbeitspraxis werden in Kooperation mit den Partnern erarbeitet. Der Austausch findet über das Internet, kontinuierliche Projekttreffen aller Partner sowie monatliche Infobriefe an das Partnernetzwerk statt.
Zur Halbzeit des Projektes findet eine Werkstatt-Tagung statt und zu Projektende eine Abschlusstagung. Öffentlichkeitsarbeit wird durch einen gemeinsamen Internetauftritt, Flyer, Plakate sowie gemeinsame öffentliche Veranstaltungen der Projektpartner betrieben.

3. Die Beratung der Projektpartner hinsichtlich interkultureller und -religiöser Öffnung
Es wird eine Arbeitsgruppe gebildet, die sich mit der Interreligiösen Öffnung von sozialen Einrichtungen beschäftigt. Erfahrungen und Methoden im Bereich interkulturelle Öffnung sozialer Dienste und des Diversity Managements werden für die interreligiöse Öffnung adaptiert. Öffnungsprozesse, die durch die Arbeit im Projekt in den Partnerorganisationen entstehen, werden durch die Arbeitsgruppe unterstützt und beratend begleitet. Die Ergebnisse und Erfahrungen werden festgehalten und Standards für die Interreligiöse Öffnung sozialer Dienste erarbeitet.

4. Die Evaluation und Dokumentation der entwickelten Module erfolgt in einem Praxishandbuch.

Kooperations- und Netzwerkpartner:
· Studienzentrum für evangelische Jugendarbeit Josefstal
· Arbeitsgemeinschaft Jugendfreizeitstätten Sachsen (agjf)
· Evangelische Jugendsozialarbeit (EJSA) Bayern
· Landesverband der Alevitischen Jugendlichen in Bayern
· Alevitische Gemeinde Augsburg e. V.
· Initiativgruppe interkulturelle Bildung und Begegnung e. V., München
· AKA - aktiv für interKulturellen Austausch e. V., München
· Landeshauptstadt München, Stelle für interkulturelle Arbeit
· Bundes-AG Evangelische Jugendsozialarbeit

Erwartete Ergebnisse:
1. Entwickelte und dokumentierte Bildungseinheiten in Form eines Handbuchs für verschiedene Zielgruppen
2. Erweiterung der Konzeptionen und fachlichen Qualität der Arbeit der Netzwerkpartner durch Implementierung in die Bildungs- bzw. Jugendarbeit
3. Fortbildung von Multiplikatorinnen und Multiplikatoren
4. Weiterführung durch die Projektpartner als Fortbildungsangebot an die Jugendarbeit




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