
80016 München
| Kontaktdaten: Power for Peace (PfP) e. V. Postfach 201643 80016 München Tel: 08158-993872 Email: www.powerforpeace.de blog.powerforpeace.de |
Durchführung: Durchführungsort/e: München, Laufen-Lebenau, Ebrach, Neuburg a. d. D., Bernau a. Chiemsee Bundesland: Bayern weitere Länder: Programmangebote für die Bundesländer Baden-Württemberg, NRW und Hamburg Förderzeitraum: 04/2008 - 12/2010 |
Themencluster:
Arbeit mit rechtsextremistisch gefährdeten Jugendlichen
Unterthema:
Zeitgemäße Konzepte für die Arbeit mit rechtsextremistisch gefährdeten Jugendlichen
Hauptzielgruppe:
Männliche Jugendliche aus "bildungsfernen" Milieus mit Affinität zu Fremdenfeindlichkeit
Leitziele:
1. Das erfahrungsorientierte und fachlich abgesicherte Bildungsprogramm besteht aus flexiblen Lehr- und Lernmodulen. Die Reflexion und Auswertung von Biografien sowie der Erwerb von Wissen dienen dem Ziel, Konfliktlösungsstrategien anzuwenden.
2. Das Trainingsangebot richtet sich an ideologisch gefährdete und gewaltbereite Jungen und junge Männer in prekären Lebenssituationen, vor allem im Kontext Justizvollzugsanstalt (JVA).
3. Eine Zusatzqualifikation (Grundausbildungslehrgang und 'Training for Trainers') wird Lehrerinnen und Lehrern, (Sozial-)Pädagoginnen und Pädagogen, pädagogischen Fachkräften der Jugendarbeit und -hilfe und Fachkräften der Beratungsarbeit angeboten.
4. Durch die Multiplikatorenqualifikation und die einzelnen Kooperationsverträge mit ausgewählten Netzwerkpartnern soll die Nachhaltigkeit gesichert werden.
Handlungskonzept:
Das Handlungskonzept ist unterteilt in:
1. Entwicklung, Erprobung und Implementierung des Bildungsprogramms im Rahmen von jeweils zwei Trainingsmaßnahmen (Wochendtrainings und wöchentliche AGs) an der JVA Laufen-Lebenau mit je 100 Unterrichtsstunden im Gesamtprojektzeitraum. Anhand der Trainingsprotokolle und -dokumentationen werden die Praxiserfahrungen ausgewertet. Mit den teilnehmenden Jungen und jungen Männern werden Abschlussinterviews geführt. Die Trainer, Co-Trainer und Praktikanten werden bei der Vor- und Nachbereitung der Trainings begleitet und beraten.
2. Die einzelnen Bildungsmodule werden nach den Trainingsreihen überarbeitet und den praktischen Erfordernissen angepasst.
3. Multiplikatorenschulungen für JVA-Mitarbeiter, die an den Trainings teilnehmen, werden angeboten, damit diese die Trainings später auf Grundlage der Qualitätsstandards und des modularen Ausbildungsplans eigenverantwortlich durchführen können.
4. Das Programm soll ein Grundlagenprogramm für gefährdete Jungen und junge Männer auch außerhalb der JVA werden und Anwendung im ambulanten Behandlungsbereich der Jugendgerichtshilfe/ Bewährungshilfe finden. Je nach Zielgruppe werden dabei unterschiedliche Trainingsschwerpunkte angeboten.
5. Das Gesamtprogramm wird im Partnernetzwerk erarbeitet. Das Projektmanagement organisiert Projekttreffen, den Austausch über Internet und Telefon, monatliche Jour Fixe und sorgt für einen regelmäßigen Informationsfluss.
6. Öffentlichkeits- und Pressearbeit geschieht über die Homepage des Vereins, Marketingmaterialien (Flyer, Programmbroschüre, Plakate), die Teilnahme an einschlägigen Messen, Fachgesprächen und -tagungen sowie gezielt regional.
7. Das Programm soll in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Staatsministerium der Justiz auf andere Jugendstraf- und arrestanstalten in Bayern übertragen werden.
Kooperations- und Netzwerkpartner:
· ZEMprocessConsulting, Verlags- und Unternehmensberatung, Tutzing
· Office&ease GmbH, Buchhaltungsgesellschaft, Parsberg
· JVA (Jugendstrafvollzugsanstalt), Laufen-Lebenau
· IT-Dienstleistungsservice, München
· Klett Educational Concepts, Stuttgart
· TeMaCOM Ltd., Mediengestaltung, Stuttgart
· Atelier Volz, Grafik&Design, Tutzing
· Kriminologische Zentralstelle, Wiesbaden
· Bayerisches Staatsministerium der Justiz, München
· Ayiko Europe, München
· Sebastian Cobler Stiftung, Frankfurt
· Jugendstrafvollzug Neuburg und Ebrach
· Bayerischer Jugendring, Landeskoordinierungsstelle Bayern gegen Rechtsextremismus, München
· Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen (seit 2010)
Erwartete Ergebnisse:
1. Pädagogisch-psychologisches Curriculum: Arbeitsbücher, Kompetenz-Portfolio, Trainerhandbuch, Methodentrainer, CD-ROM, Internet-Downloads
2. Entwicklung Familientraining (seit 2010)
3. Realisation Presse- und Fundraising-Konzepte
4. Entwicklung und Inbetriebnahme Internet BLOG/ Podcast
5. Entwicklung von Marketingmaterialien Projektflyer, Powerpoint-Präsentation, Newsletter, Trainingsurkunde, Qualitätsstandards und modulares Trainingsausbildungskonzept für 'T4T's (Training for Trainers)
6. Messeplakate, Programmbroschüre
7. Homepage: laufende Überarbeitungen und Aktualisierungen
8. Lizenz-Kooperationsvertrag mit dem Bayerischen Staatsministerium der Justiz (seit 2010): Erweiterung auf alle Jugendstrafanstalten und Jugendarrestanstalten in Bayern
9. Kooperationsvereinbarung mit dem Fachkräfteportal der Kinder- und Jugendhilfe (IJAB-Fachstelle für internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e. V.), Bonn
10. Erweiterung auf den ambulanten Behandlungsmaßnahmenbereich in Zusammenarbeit mit der Jugendgerichtshilfe/ Bewährungshilfe und dem Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen