Hechingen

Praxiswerkstatt Prävention durch Partizipation

Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner:
Dr. Gebhard Stein

Kontaktdaten:
Lichtstube e. V.
Bozener Str. 21
72379 Hechingen
Tel: 07471-2364
Email:
  Durchführung:
Durchführungsort/e: Hechingen
Bundesland: Baden-Württemberg
weitere Länder: -
Förderzeitraum: 08/2007-07/2010

Themencluster:
Früh ansetzende Prävention

Unterthema:
Förderung von Partizipation bzw. die aktive Beteiligung an demokratischen Entscheidungsprozessen

Hauptzielgruppe:
Kinder und jüngere Jugendliche

Kurzbeschreibung:

Leitziele:
Hauptziel des Projektes ist es, in Kooperation mit Grund- und Förderschulen und verzahnt mit außerschulischen Betreuungsformen ein präventiv wirksames Bildungskonzept systematisch zu entwickeln, zu erproben und zu implementieren. Im Blick sind dabei zuallererst Kinder (ca. 6-12 Jahre) aus belasteten und chancenarmen Kontexten, vor allem mit Migrationshintergrund. Das Modellprojekt "Praxiswerkstatt" bezieht systematisch Praxisentwicklung, Praxisreflexion und Institutionsentwicklung aufeinander.
Demokratische Verhaltensweisen lernen Kindern nicht nur durch formale Prinzipien (z. B. Schülermitverwaltung usw.), sondern vor allem dadurch, dass sie Partizipation als pädagogisches Prinzip erfahren.

Handlungskonzept:
Die "Praxiswerkstatt" entwickelt ständig neue Angebote, Ansätze und Projekte etc., reflektiert gleichzeitig die entwickelte Praxis und evaluiert ihre Wirkung. Das geplante Projekt unterscheidet dabei 3 Ebenen.
Ebene 1: Die Bildungssituation der Kinder unter besonderer Berücksichtigung von Migrationshintergründen und bezogen auf den Gender-Aspekt
Ebene 2: Haltungen, Kompetenzen des Fachpersonals in Schule und außerschulischen Institutionen
Ebene 3: Institutionelle Rahmenbedingungen

Ebene 1 - Kinder:
In Groß- und Kleingruppen und teilweise in Einzelarbeit im Rahmen von Schulkooperationen und Nachmittagsangeboten wird vorwiegend projektorientiert gearbeitet.

Auf der 2. Ebene (Lehrerinnen und Lehrer sowie Sozialpädagoginnen und -pädagogen) werden die Praxiserfahrungen reflektiert, basierend auf regelmäßigen leitfadengestützten Einzel- und Gruppeninterviews sowie Auswertungs- und Evaluationsworkshops.

3. Ebene: Institutionsentwicklung:
Die Reflexion von Institutionsprozessen in Schule und im außerschulischen Kontext fußt zunächst auf Reflexion und Evaluation.

Maßnahmen:
· Teilprojekte im Bereich Zirkus und Theater
· Teilprojekte zur Entwicklung neuer Lernformen, Lernhilfen sowie Nachmittagsbetreuung
· Erstellung eines Reflexions- und Evaluationsberichtes sowie eines Materialbandes
· Parallel Einbeziehung der Eltern in konkrete Maßnahmen (z. B. Elterncafé usw.)

Kooperations- und Netzwerkpartner:
· IRIS e. V. als Partner für die wissenschaftliche Konzeptionierung, Reflexion und Evaluation
· Grund- und Förderschulen

Erwartete Ergebnisse:
Entscheidend für das Modellprojekt "Praxiswerkstatt" ist nicht nur, dass ein "gutes" Praxisprojekt durchgeführt wird, sondern es soll systematisch reflektiert werden, was für die Zielgruppe - insbesondere Kinder mit Migrationshintergrund - "gut" ist, warum dies so ist und welche persönlichen und institutionellen Ressourcen und Veränderungen dafür notwendig sind. Schließlich geht es darum, genau zu erforschen, welche Effekte die gewählten praktischen Maßnahmen haben, wie sie sich bei Kindern, Fachkräften und auf der institutionellen Ebene auswirken.




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