| Kontaktdaten: Arbeitsgemeinschaft Jugendfreizeitstätten Baden-Württemberg e. V. (AGJF) Siemensstr. 11 70469 Stuttgart Tel: 0711-896915-32 Email: www.eqip.agjf.de |
Durchführung: Durchführungsort/e: mehrere Projektstandorte in Baden-Württemberg Bundesland: Baden-Württemberg weitere Länder: - Förderzeitraum: 09/2007-09/2010 |
Themencluster:
Präventions- und Bildungsangebote für die Einwanderungsgesellschaft
Unterthema:
Interkulturelles und interreligiöses Lernen
Hauptzielgruppe:
Migrantinnen und Migranten
Leitziele:
1. Begleitete Erweiterung von Handlungskompetenzen der Praktikerinnen und Praktiker vor Ort
2. Weiterentwicklung von Qualifizierungsangeboten des interkulturellen und antirassistischen Lernens
3. Partizipative Durchführung von Maßnahmen interkulturellen und antirassistischen Lernens
Handlungskonzept:
Es gibt bereits vielfältige Bildungs- und Qualifizierungsangebote im Bereich der interkulturellen und antirassistischen Bildung. In der täglichen Praxis der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist es jedoch oft schwierig, solche Qualifizierungsangebote in ihre Arbeit einzubauen. Hier setzt dieses Projekt an.
Ebene 1: Haupt- und ehrenamtliche Fachkräfte
Es werden bereits bestehende sowie neu zu entwickelnde Qualifizierungsbausteine für Praktikerinnen und Praktiker vor Ort ganz konkret umsetzbar gemacht. Jedem Projektstandort wird ein Kontingent an Beratungs- bzw. Coachingstunden je nach Bedarf zur Verfügung gestellt, in dessen Rahmen die vorhandenen Materialien auf die lokalen Bedürfnisse zugeschnitten werden. Der Träger verfügt über einen Pool von Fachleuten.
In diesem Bereich neu zu entwickeln sind Qualifizierungsmaßnahmen, die sich auf den Umgang mit "Alltagsrassismus" beziehen.
Die Qualifizierungsmaßnahmen integrieren folgende Themenräume:
· Antidiskriminierung, Antirassismus, gegen Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit (strukturell und im Alltag)
· Vielfalt: Interkultur
· In einer ausdifferenzierten Einwanderungsgesellschaft ist Heterogenität der Normalfall. Daher wird mit einem erweiterten Kulturbegriff gearbeitet, der Gender, Religion, die sozioökonomische Situation usw. berücksichtigt
· Zivilgesellschaftliche Handlungsmöglichkeiten, die in einem partizipativen Prozess gemeinsam mit Jugendlichen vor Ort gestaltet werden
Die interkulturellen Bildungsangebote sind generell in den Prozess einer langfristigen interkulturellen Öffnung von Institutionen integriert.
Ebene 2: Angebote für Kinder und Jugendliche in der Kinder- und Jugendarbeit
Im Rahmen der direkten, bedarfsorientierten Beratung vor Ort werden gemeinsam mit den Fachkräften, den Kindern und Jugendlichen in den Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit Bildungsangebote im Bereich des interkulturellen Lernens neu erarbeitet bzw. bestehende auf den Bedarf vor Ort zugeschnitten und in entsprechenden Maßnahmen umgesetzt.
Kooperations- und Netzwerkpartner:
· Landesjugendring Baden-Württemberg
· Landeskriminalamt Baden-Württemberg
· Akademie der Jugendarbeit Baden-Württemberg
· Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg
· Fachhochschule Essingen
· Kreisjugendring Rems-Murr e. V.
· Kreisjugendring Esslingen e. V.
· Stadtjugendring Nürtingen e. V.
· Stadtjugendring Reutlingen e. V.
· Landratsamt Biberach, Kreisjugendreferat
Erwartete Ergebnisse:
1. Projekthomepage www.eqip.agjf.de
2. Zusammenfassung bestehender und entwickelter Qualifizierungsangebote in einer Angebotsdatenbank (auf der Projekthomepage)
3. Referenten-Pool zum Thema Gewalt/ Fremdenfeindlichkeit/ Integration/ Antirassismus (auf der Projekthomepage)
4. Entwicklung neuer Qualifizierungsbausteine
5. Qualifizierung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kinder- und Jugendarbeit vor Ort
(6. Integration von Migrantenselbstorganisationen in die Kinder- und Jugendarbeit vor Ort und landesweit)
7. Aufbau eines landesweiten Netzwerkes zum Thema Antirassismus und Rechtsextremismus