Modellprojekte



Was sind Modellprojekte?

Modellprojekte entwickeln und erproben neue Ideen und Methoden im Kampf gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus.

In den Leitlinien der Modellprojekte können Sie nähere Informationen zu Zielstellungen und Voraussetzungen der Modellprojekte abrufen.

Was sollen Modellprojekte konkret erreichen?

Es gibt zunehmend weniger Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, die aus ihren eigenen Erfahrungen berichten können. Wie kann dann eine intensive Begegnung mit Geschichte aussehen, die Kinder und Jugendliche wirklich berührt? Mit dieser grundlegenden Frage zum Historischen Lernen beschäftigen sich mehrere der bundesweiten Modellprojekte. Die Ansätze sind ganz unterschiedlich: Kinder gehen aktiv auf Spurensuche, anderswo hilft eine Schreibwerkstatt Jugendlichen, den eigenen Gedanken zur dunkelsten Zeit der deutschen Geschichte Ausdruck zu verleihen, oder ein eigenes gegründetes Gesprächsforum regt zur Auseinandersetzung mit historischen Fakten und den Folgen für die Gegenwart an.

Die Modellprojekte nehmen in ihrer Arbeit auch Rücksicht auf die individuellen Sichtweisen und Bedürfnisse von Mädchen und Jungen. Weibliche und männliche Jugendliche haben ganz unterschiedliche Fragen und Erwartungen - insbesondere, wenn sie gefährdet sind oder bereits unter dem Einfluss eines rechtsextremen Umfeldes stehen. Die Erfahrung zeigt, dass eine zielgenaue Ansprache häufig über den Erfolg entscheidet.

Andere Modellprojekte fördern das interkulturelle und interreligiöse Lernen. Kinder und Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund sollen möglichst konkret erfahren, wie sehr die gesamte Gesellschaft und unser tägliches Miteinander von Werten wie Vielfalt und Toleranz abhängen.

Zahlen und Fakten

"VIELFALT TUT GUT." fördert zurzeit 89 themenbezogene Modellprojekte, die auch überregional angelegt sein können. Die Auswahl wurde unter Einbeziehung eines Expertengremiums getroffen.
Die Modellprojekte können bis zu drei Jahre gefördert werden. Voraussetzung für eine Förderung durch das Bundesprogramm ist eine finanzielle Beteiligung an den Gesamtkosten des Projektes von mindestens 50 Prozent.